Mit Blutergüssen noch stundenlang im Stau: Heimreise-Marathon für Nicole Hosp
- Wintereinbruch in Colorado sorgt für Unfälle und Chaos
- Positive Seite: Genügend Schnee für Beaver Creek
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Ein Unglück kommt selten allein. Nach ihrem schweren Sturz im Slalom von Aspen musste Nicole Hosp trotz schmerzenden Hinterteils auch noch einen wahren Heimreise-Marathon auf sich nehmen. Wegen des Wintereinbruchs in Colorado dauerte allein die Autofahrt zum Flughafen in Denver fast neun Stunden und damit gleich lang wie der folgende Rückflug nach Europa. "Sie ist ein einziger blauer Fleck", gab Slalomcoach Bernd Brunner seiner Bewunderung für die tapfere Tirolerin Ausdruck.
Wie Teamarzt Dr. Michael Saxinger (Unfallchirurg KH Hallein) feststellte, hatte Hosp eine schwere Prellung im linken Hüftbereich mit Bluterguss an der Gesäßbacke und am Oberschenkel erlitten. Die Tirolerin soll nach derzeitigem Stand der Dinge am kommenden Wochenende wieder das Schneetraining aufnehmen.
Abgesagte Flüge, kilometerlange Staus
Wenige Tage nach der "Jahrhundertmure" auf der Interstate 70 war der Wintereinbruch in Colorado nicht nur Österreichs Slalommädchen am Sonntag in Aspen auf den Kopf gefallen. Wegen der enormen Schneemassen wurden in Aspen alle Flüge abgesagt. Und die meisten nach Denver fahrenden Ski-Teams stecken spätestens am 4.000 Meter hohen Vail-Pass stundenlang im Stau. Ein schwerer Unfall wurde aus dem Südwesten von Colorado gemeldet. NBC-Sportchef Dick Ebersol wurde beim Crash seines Privatflugzeuges in Montrose schwer verletzt, die beiden Piloten kamen ums Leben.
Nach Wintereinbruch genug Schnee in Beaver Creek
Erst Montagvormittag entschärfte sich die Situation ein wenig. Österreichs aus Kanada kommende Herren trafen aber trotzdem noch auf extrem eisige Highways und waren dementsprechend vorsichtig in Richtung Beaver Creek unterwegs. Auch sie mussten ja die beiden Extrem-Pässe zwischen Denver und Vail passieren.
Der nächste Weltcup-Schauplatz der Herren präsentierte sich dafür wie ein Bild aus einem Wintermärchen, nachdem bis vergangenen Freitag außer auf der Rennpiste "Birds of Prey" praktisch kaum Schnee in Beaver Creek bei Vail gelegen war. Damit herrschen für den Showdown zwischen Bode Miller und Hermann Maier diese Woche im "Wohnzimmer" des Salzburgers optimale Bedingungen.
(apa/red)
