Schwerer Anschlag in Kaschmir: Rebellen sprengen elf Menschen in die Luft
- Jeep mit indischen Soldaten fährt auf Landminen auf
- Polizei machte moslemische Extremisten verantwortlich
Offenbar moslemische Rebellen haben in der Nacht zum Sonntag in Kaschmir einen Anschlag auf indische Soldaten verübt und neun von ihnen getötet. Die Soldaten seien mit ihrem Jeep in Pulwama bei Srinagar auf eine Landmine aufgefahren, die detoniert sei, teilte die Polizei mit. Bei der Detonation seien auch der Fahrer und ein weiterer Zivilist ums Leben gekommen.
Die Behörden machten moslemische Extremisten für den Anschlag verantwortlich. Ein offizielles Bekenntnis lag aber vorerst nicht vor. Den Polizeiangaben zufolge ereignete sich die Explosion in dem Ort Batpora im südlichen Teil Kaschmirs. Die Soldaten waren auf dem Rückweg von einem Einsatz gegen Aufständische am späten Samstag. Pulwama gilt als Hochburg pro-pakistanischer Rebellen. Der Anschlag war die schwerste Minenexplosion seit Mai, als 29 Soldaten ums Leben kamen.
Die seit 1947 zwischen Indien und Pakistan aufgeteilte Grenzregion Kaschmir ist ein Zankapfel der beiden Atommächte, die bereits zwei Kriege um das Gebiet im Himalaya führten. Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen moslemische Gruppen für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an Pakistan. Neu Delhi wirft Islamabad Unterstützung der Rebellen vor.
Indien hat in der Vergangenheit der pakistanischen Regierung vorgeworfen, Unabhängigkeitsbestrebungen in Kaschmir militärisch zu unterstützen. Dies war von Pakistan stets zurückgewiesen worden.(apa/red)
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