US-Regierungkreise behaupten: Hardliner Rumsfeld bleibt Verteidigungsminister
- Personalkarussell: Gesundheitsminister tritt zurück
- Präsidentschaftswahl: Bush-Vorsprung in Ohio geringer
·Ex-N.Y.-Polizeichef Heimatschutzminister
Kerik folgt auf Ridge, UN- Botschafter der USA geht
·Nächster Rücktritt in Bush-Regierung!
Nun geht auch Heimat- schutzminister Tom Ridge
·Gutierrez neuer
US-Handelsminister
Bush nominiert Kellogg- Chef als Evans-Nachfolger
Nach der Wiederwahl von Präsident Bush dreht sich in der US-Regierung das Personalkarussell weiter. Während Gesundheitsminister Thompson am Freitag seinen Rücktritt bekannt gab, will Verteidigungsminister Rumsfeld im Amt bleiben. Über sein Ausscheiden aus dem Kabinett war heftig spekuliert worden. Der frühere New Yorker Polizeichef Kerik wird neuer Heimatschutzminister.
Wie die "Washington Post" unter Berufung auf hohe Regierungskreise in der US-Hauptstadt berichtete, hatte Bush Rumsfeld um den Verbleib im Amt gebeten, um Kontinuität im Kampf gegen den Terror zu garantieren. Rumsfelds Amtsführung war wegen der anhaltenden Kämpfe im Irak, bei denen bereits über 1200 US-Soldaten ums Leben gekommen sind, zunehmend kritisiert worden.
Neuer Heimatschutzminister nominiert
Der künftige Heimatschutzminister Kerik (49) war bis Ende 2001 Polizeichef von New York und rückte nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September des gleichen Jahres in das öffentliche Interesse. Kerik erntete für seinen Einsatz und die Organisation der Polizeitruppe höchste Anerkennung. Er folgt Tom Ridge nach, der am Dienstag seinen Rücktritt zum 1. Februar erklärt hatte.
Gesunheitsminister tritt zurück
Als acht von bisher 15 Ministern reichte Gesundheitsminister Tommy Thompson am Freitag seinen Rücktritt ein. Nachfolger von Thompson soll US-Presseberichten zufolge Mark McClellan (41) werden, der Bruder des Präsidentensprechers Scott McClellan. Bisher leitete Mark McClellan im Gesundheitsministerium die Behörde für Medikamenten- und Nahrungsmittelsicherheit.
US-Botschafter bei UNO geht auch
Überraschend hat am Freitag auch der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, John Danforth, das Handtuch geworden. In dem Rücktrittsschreiben vom 22. November, das erst am Donnerstabend (Ortszeit) bekannt wurde, sagte Danforth, dass er mehr Zeit mit seiner Frau Sally verbringen wolle. "Ich will einfach nur nach Hause. Das ist alles", sagte der frühere Senator aus dem US- Bundesstaat Missouri. Der 68-Jährige war lange Zeit als Nachfolger von Außenminister Colin Powell im Gespräch.
Bush-Vorsprung bei Wahl in Ohio geringer als angenommen
Im wahlentscheidenden US-Staat Ohio hat Präsident Bush (Republikaner) laut vorläufigen offiziellen Ergebnissen rund 119.000 Stimmen mehr erhalten als sein Herausforderer John Kerry (Demokraten). Diese Zahl geht aus den Angaben der 88 Bezirke hervor, die der Nachrichtenagentur AP am Freitag vorlagen. Das inoffizielle Ergebnis direkt nach dem Wahltag vor einem Monat sah Bush mit rund 136.000 Stimmen vorn.
Dass der Vorsprung Bushs geringer wurde, liegt daran, dass inzwischen auch die im Ausland abgegebenen und die so genannten provisorischen Stimmen ausgezählt wurden. Außerdem waren Bush zunächst nach einem Fehler im elektronischen Wahlsystem fast 4.000 Stimmen zu viel zugeschlagen worden, wie aus der Auflistung hervorgeht. Das offizielle Ergebnis für Ohio soll am Montag bekannt gegeben werden.
(apa)
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