Freitag, 3. Dezember 2004

Bergrutsch in einem südchinesischen Bergdorf: Bis zu 43 Tote werden befürchtet

  • Gruben sollen nach vielen Unglücken sicherer werden

Bei einem Bergrutsch in Südchina sind am Freitag voraussichtlich bis zu 43 Dorfbewohner getötet worden. Die Menschen in Zuojiaying wurden im Schlaf in ihren Häusern verschüttet, als das Unglück in den frühen Morgenstunden über sie hereinbrach, berichteten die Behörden im benachbarten Zongling (Provinz Guizhou).

"So etwas hat es hier noch nie gegeben. Es passierte ganz plötzlich", sagte ein Zeuge. Es habe vorher keine Regenfälle gegeben. Das Dorf liegt in einer Bergregion im Kreis Nayong.

Zuerst war davon ausgegangen worden, dass 65 Menschen von den Erdmassen verschüttet wurden, doch wurde die Zahl später auf 43 korrigiert, wie örtliche Behörden berichteten. Zwölf Menschen seien verletzt ins Kreiskrankenhaus gebracht worden. Zwei Dutzend Häuser wurden zerstört. Soldaten der Volksbefreiungsarmee sowie Angehörige der paramilitärischen Polizei helfen bei den Bergungsarbeiten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Ein Schaufelbagger war im Einsatz, doch wurde meist nach den Opfern gegraben. Ob noch jemand überlebt haben könnte, war unklar. "Ich weiß es nicht", sagte der Behördenmitarbeiter. (apa/red)

3.12.2004 12:03