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Deutschland und Frankreich haben das Ziel einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union bekräftigt. Allerdings will Frankreich auch die Tür für andere Lösungen als eine Vollmitgliedschaft offen halten.
"Deutschland und Frankreich haben das gleiche Ziel. Das heißt, wir möchten, dass die Türkei der EU beitritt", sagte der französische Präsident Chirac nach einem Treffen mit Bundeskanzler Schröder in Lübeck. "An dem klaren Ziel, dass es bei den Verhandlungen um einen Beitritt und um nichts anderes geht, sollte nichts abgestrichen werden", erklärte der Bundeskanzler.
Chirac machte aber auch deutlich, dass genau auf die Umsetzung von wirtschaftlichen Reformen geachtet werden. Auch die Achtung der Menschenrechte werde beobachtet. Sollte es dennoch keinen Beitritt geben, würden andere Lösungen gesucht, um die Türkei an Europa zu binden.
Frankreich hat mehrfach geäußert, dass man neben einer Vollmitgliedschaft bei den Verhandlungen auch eine mögliche andere Partnerschaft mitberücksichtigen solle. In Deutschland plädieren CDU und CSU für eine "privilegierte Partnerschaft" und gegen einen Beitritt. Am 16. und 17. Dezember soll ein EU-Gipfel endgültig über die Verhandlungen entscheiden.
(apa)
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