Bosnien: Österreichischer Geldtransport überfallen - Täter als NATO-Soldaten getarnt
- Insgesamt fiel Räubern eine Million Euro in die Hände
- Fahrer wurden im Laderaum eingesperrt
Fünf als NATO-Soldaten verkleidete Männer haben in Bosnien einen Geldtransporter überfallen und umgerechnet eine Million Euro erbeutet. Die mit Uniformen der NATO-Friedenstruppe SFOR verkleideten Räuber stoppten nach Polizeiangaben vom Mittwochabend den Panzerwagen einer österreichischen Bank an einer improvisierten Straßensperre.
Dann sperrten sie die Fahrer des Geldtransporter in den Laderaum und machten sich mit dem Geld aus dem Staub. Der Überfall fand einen Tag vor der Übernahme des Bosnien-Einsatzes durch die EU-Truppe EUFOR statt.
Der ausgeraubte Geldtransporter gehört zur Raiffeisen Bank Bosna i Hercegovina, einer Raiffeisen-Tochter. Bei dem Überfall, bei dem die Täter gefälschte SFOR-Uniformen getragen haben dürften, sei niemand ernstlich verletzt worden, sagte ein Sprecher der Raiffeisen Zentralbank (RZB) in Wien auf APA-Anfrage. Es sei davon auszugehen, dass der Schaden - rund eine Million Euro ist verschwunden - von einer Versicherung gedeckt ist.
Der Überfall passierte am Mittwochabend in der Nähe von Banja Luka in der Republik Srbska, im bosnisch-serbischen Teil des Landes im Norden von Bosnien-Herzegowina. Nach unbestätigten Meldungungen dürfte der Transport, der von Sarajevo nach Banja Luka hätte gehen sollen, von - echten - SFOR-Soldaten begleitet und überwacht worden sein.
Die Raiffeisen-Tochter sei landesweit in Bosnien-Herzegowina tätig und die größte Bank des Landes. Es sei zu hoffen, "dass die Täter rasch gefasst werden können und das Geld noch greifbar ist", sagte der RZB-Sprecher.
(apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
