Mittwoch, 1. Dezember 2004

Schrecksekunde für US-Außenminister Powell: Schießerei bei Haiti-Besuch

  • Gefecht zwischen Arisitide-Anhängern & UN-Soldaten

Während eines Besuches von US-Außenminister Powell am Mittwoch in Haiti ist es in Hörweite des Präsidentenpalastes von Port-au-Prince zu einer schweren Schießerei gekommen. Dabei wurden nach Krankenhausangaben mindestens vier Menschen verletzt.

Powell war während der gewaltsamen Unruhen im Innern des Palastes, wo er sich mit dem Chef der Übergangsregierung Haitis, Gerard Latortue, traf. Die Politiker blieben laut US-Regierung unversehrt, ihre Beratungen sollten nach dem Zwischenfall jedoch an einen anderen Ort verlegt werden.

Den Angaben zufolge eröffneten mutmaßliche Anhänger des gestürzten Präsidenten Aristide aus einem Auto heraus das Feuer. UNO-Soldaten schossen daraufhin zurück. Unter den vier Verletzten waren zwei Studenten und ein Arzt. Powells Kurzbesuch in Haiti sollte die Unterstützung der USA für die dortige Übergangsregierung unterstreichen.

Am Montag hatte der UNO-Sicherheitsrat die UNO-Mission zur Stabilisierung des Inselstaates um sechs Monate verlängert. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder gewaltsame Proteste. Die USA verdächtigen Aristide, diese von seinem Exil in Südafrika aus anzustiften.

(apa)

1.12.2004 22:01