Österreichs Sorgenkinder: Ein Fünftel der Schüler gehört laut PISA zu Risikogruppe
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Ein Fünftel der österreichischen 15- bis 16-jährigen Schüler gehört nach Angaben der OECD-Bildungsvergleichs PISA in die "Risikogruppe" der schlechten Leser und Mathematiker. Laut der Untersuchung muss "bezweifelt werden, dass diese Schüler/innen zum Verstehen alltäglicher, einfacher Texte ausreichend befähigt sind" bzw. in Mathematik "nur die einfachsten Aufgaben des PISA-Tests lösen konnten".
Die OECD teilt die Kompetenzen beim Lesen in insgesamt sechs Stufen (Level fünf bedeutet hohe Kompetenz, Level eins niedrige, dazu gibt es als schlechteste Stufe noch "Unter Level 1"). Beim Lesen verfügt Österreich über einen "Risikogruppen"-Anteil von 20 Prozent (sieben Prozent "Unter Level 1"-Leser, 13 Prozent "Level 1"). Diese Gruppe hat sich gegenüber 2000 um sechs Prozentpunkte vergrößert. Das entspricht dem drittgrößten Anstieg weltweit (nach Mexiko und Japan). Kaum geringer ist der Anteil der "mathematischen" Risikogruppe: Sie liegt bei 19 Prozent, wobei sechs Prozent "Unter- Level-1" und 13 Prozent "Level 1" sind.
Deutlich geringere Anteile an "Risikogruppen"-Lesern haben etwa die Finnen und Südkoreaner (je sechs Prozent) sowie Kanadier (neun Prozent), Niederländer, Iren (elf Prozent) und Australier (zwölf Prozent). Hinter Österreich befinden sich u.a. Luxemburg (23 Prozent), Italien (24 Prozent), der Slowakei und Griechenland (25 Prozent).
Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Mathematik. Deutlich weniger Risikogruppen-Mathematiker als in Österreich haben Finnen (sechs Prozent), Südkoreaner (neun), Kanadier (zehn) und die Niederlande (elf). Knapp hinter Österreich klassieren sich u.a. die Slowakei (20 Prozent), Deutschland (21), Polen (22), Ungarn und Spanien (23), Lettland (24) und die USA (26).(apa/red)
