Freitag, 3. Dezember 2004

Grausames Unglück in Oberösterreich: Linzer hilflos in seinem Rollstuhl verbrannt

  • Ursache dürfte glimmende Zigarette gewesen sein

Ein tragischer Unfall hat sich Donnerstagabend in Oberösterreich ereignet. Im Bezirk Linz-Land war ein Rollstuhlfahrer in Brand geraten, der 39-Jährige erlag im Krankenhaus seinen schweren Verbrennungen. Ursache dürfte eine glimmende Zigarette gewesen sein, die dem Mann in den Schoß gefallen war, vermutete ein Ermittler der Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos für Oberösterreich.

Beim Versuch, ihren Sohn zu löschen, zog sich die Mutter des Rollstuhlfahrers ebenfalls schwere Verbrennungen zu. Der Mann hatte sich im Wintergarten seiner Wohnung befunden, als ihm gegen 18 Uhr die Zigarette hinuntergefallen sein dürfte, so ein Ermittler. Die Mutter des 39-Jährigen, die im benachbarten Haus wohnt, hörte die Schreie und entdeckte ihren Sohn lichterloh brennend. Sofort versuchte sie, die Flammen mit nassen Handtüchern einzudämmen. Dabei verbrannte sie sich die Hände schwer.

Der Mann erlitt am gesamten Körper Verbrennungen dritten, vierten und fünften Grades, er erlag in der Nacht auf Freitag im Linzer Unfallkrankenhaus (UKH) seinen schweren Verletzungen. Seine Mutter wurde ebenfalls ins UKH eingeliefert.

Die Untersuchungen an dem Rollstuhl waren am Freitag abgeschlossen, ein technischer Defekt sei mit Sicherheit auszuschließen, erklärte der Experte der Kriminalabteilung. (apa)

3.12.2004 11:00