Donnerstag, 2. Dezember 2004

Beteiligung an "Battle Groups": 65 Prozent
der Österreicher sind für eine Teilnahme

  • Nur 32 Prozent lehnen die neue EU-Eingreiftruppe ab

Die Österreicher zeigen laut einer aktuellen Umfrage eine hohe Bereitschaft zur militärischen Kooperation im Rahmen der EU. So meinen 65 Prozent, Österreich soll sich an der militärischen EU-Eingreiftruppe (Battle Groups) mit Freiwilligen beteiligen. Nur 32 Prozent sind dagegen, so die Studie "Europa und Sicherheit", die vom Österreichischen Institut für Europäische Sicherheitspolitik (ÖIES) am Donnerstag präsentiert wurde.

Für die Studie wurden im Zeitraum August und September 300 Personen in ganz Österreich telefonisch zu Themen der europäischen Sicherheitspolitik befragt. Als Aufgaben einer EU-Truppe nannten 46 Prozent humanitäre Hilfe und 42 Prozent Friedenseinsätze. Nur 13 Prozent votierten für Kampfeinsätze.

Die befragten Österreicher sprachen sich weiters im überwiegenden Ausmaß für die Inanspruchnahme militärischer Hilfeleistung durch andere EU-Länder aus (62 Prozent). In der Folgefrage plädierten sogar 54 Prozent dafür, dass auch Österreich anderen EU-Staaten militärische Hilfe leisten sollte. "Die Geschichte vom 'Trittbrettfahrer' Österreichs in fehlender wechselseitiger militärischer Hilfeleistung scheint durch dies Ergebnisse weitgehend widerlegt", heißt es in der Studie des ÖIES. Präsident des Instituts ist der frühere ÖVP-Verteidigungsminister Werner Fasslabend.
(apa)

2.12.2004 10:46