FPÖ setzt weiter auf das Thema Asyl: Parteispitze fordert härtere Gesetze
- Freiheitliche wollen 'Sicherungshaft' & Flüchtlingscamps
- Scheuch: "Strasser wird hiermit aufgefordert zu handeln"
·Zuwanderer-Zahl wird 2005 reduziert
Von 8.050 auf 7.500. Quote
für Familien bleibt gleich
Eine drastische Verschärfung des Asylgesetzes fordert die FPÖ-Spitze. Die Bundesparteileitung beschloss am Dienstag in Villach ein Maßnahmenpaket, das in Verhandlungen mit dem Koalitionspartner ÖVP durchgesetzt werden soll.
Die Palette der Maßnahmen reicht von der Errichtung von Flüchtlingscamps in Konfliktregionen über Sicherungshaft für Asylwerber während der Erstabklärung des Antrages bis zur Abschaffung der Möglichkeit der Anrufung des Höchstgerichts. Der Antrag war vom Bundesvorstand an die Parteileitung gerichtet worden.
Begründet werden die geforderten Maßnahmen unter anderem mit der Kriminalstatistik, wonach die Anzahl angezeigter Asylwerber um mehr als 47 Prozent gestiegen sei. Aber auch die enormen Kosten für die Flüchtlingsbetreuung werden ins Treffen geführt. Es sei die primäre Aufgabe der FPÖ, für die Sicherheit Österreichs und seiner Bürger zu handeln, daher müsse es ein "strenges, restriktives und auch im Vollzug funktionierendes neues Asylgesetz" geben.
"Innenminister Ernst Strasser wird hiermit aufgefordert zu handeln", sagte FPÖ-Generalsekretär Scheuch. Der ÖVP-Ressortchef würde zwar "langsam die Linie der Freiheitlichen übernehmen", aber dies sei bisher zu wenig. Scheuch: "Es kann nicht sein, dass Österreich das Schlaraffenland für alle Asylsuchenden ist."
(apa/red)
