Samstag, 27. November 2004

Nach dreijähriger Renovierung: Louvre eröffnet prachtvolle Königsgalerie wieder

  • 600 Quadratmeter großer Saal mit Wandgemälden
  • Zur Zeit des Sonnenkönigs der Prunksaal des Louvre

Im Louvre ist am Samstag die Galerie Apollon nach mehr als dreijähriger Restaurierung wiedereröffnet worden. Der Saal zählt zu den schönsten und reichsten des Pariser Louvre. Die Restaurierung kostete rund 5,2 Millionen Euro. 60 Restauratoren arbeiteten an den 41 Decken- und Wandgemälden, den 118 Skulpturen und den 28 Wandteppichen.

Die Galerie, die unter Heinrich IV. "kleine Galerie" genannt und erst unter dem "Sonnenkönig" Ludwig XIV. zur Galerie Apollon wurde, geht höchstwahrscheinlich auf Karl IX. und das Jahr 1566 zurück. Man geht davon aus, dass diese rechtwinklig zur Seine liegende Galerie ursprünglich den Louvre, damals noch die Residenz der französischen Könige, mit dem heute nicht mehr existierenden Tuileries-Schloss verbunden hat. Erstmals unter Heinrich IV. als Galerie der Könige erwähnt, wurde sie nach einem Brand im Jahr 1661 von Ludwig XIV. neu erbaut und zur "Galerie d'Apollon", einem Empfangssaal, dessen luxuriöser Prunk für den Größenwahn des "Sonnenkönigs" stand.

Doch die 600 Quadratmeter große Galerie blieb unter Ludwig XIV. unvollendet, denn sein Hofmaler Le Brun, den er mit der Dekoration der elf Meter hohen Galerie beauftragt hatte, war durch die vielen anderen Aufträge des Königs überfordert - trotz seiner zahlreichen Schüler. So kam es, dass im 18. Jahrhundert die Akademie für Schöne Künste ihre Schüler weiter daran arbeiten ließ. Während der Restaurierung in den Jahren 1848 bis 1851 kamen weitere Veränderungen hinzu. Aus dieser Zeit stammt auch die zentrale Deckenmalerei von Delacroix (1798-1863), der eine Vorliebe für mythologische Themen hatte..(apa)

27.11.2004 11:36