Mittwoch, 24. November 2004

Diskussion über Arbeitszeit: Minister Bartenstein drängt auf Flexibilisierung!

  • Arbeitszeitflexibilisierung hat "oberste Priorität"
  • Arbeitszeitverlängerung kein Thema

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein erhöht den Druck auf die Gewerkschaft puncto Arbeitszeit. Sollte sich die Gewerkschaft einer Arbeitszeitflexibilisierung verweigern, werde er aktiv werden und "einen Vorschlag einbringen", denn die Zeit dränge, meinte Bartenstein in einem Interview. Das Thema Arbeitszeitflexibilisierung habe für ihn "oberste Priorität".

Er verstehe die Gewerkschafter, wenn sie eine Flexibilisierung der Arbeitszeit "nicht unter der Prämisse eines Lohnverzichts zulassen wollen", er verstehe sie allerdings nicht, "wenn sie der ausgezeichnet funktionierenden Sozialpartnerschaft auf betrieblicher Ebene nicht mehr Mitentscheidungsmöglichkeit einräumen, sondern zentralistisch alle Entscheidungen hier in Wien belassen wollen". Das entspreche nicht der vielschichtigen Realität in den Betrieben, zitiert das "WirtschaftsBlatt" den Wirtschaftsminister.

Eine Arbeitszeitverlängerung sei in Österreich "kein Thema, weil wir, was die geleistete Jahresarbeitszeit anbelangt, in Europa zwar nicht an der Spitze, aber im Mittelfeld liegen. Es ist auch gut, dass die Diskussion über die Abschaffung von Feiertagen wieder vom Tisch ist", meint Bartenstein. (apa)

24.11.2004 22:00