Mittwoch, 24. November 2004

Größtes Musikgeschäft Österreichs pleite:
Wiener Virgin Megastore muss zusperren!

  • Unternehmen bietet den Gläubigern Quote von 40%
  • 87 Dienstnehmer & rund 170 Gläubiger sind betroffen

Das größte Musikgeschäft in Österreich, das Virgin Megastore, ist insolvent. Über die Betreiberfirma Better Music Handelsgesellschaft mbH, die seit September 2003 die beiden Virgin Megastore-Filialen in Wien betreibt, wurde am Mittwoch vom Handelsgericht Wien das Ausgleichsverfahren eröffnet.

Im Rahmen des Ausgleichs bietet das Unternehmen laut KSV-Angaben seinen Gläubigern eine Quote von 40 Prozent zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Finanziert werden soll der Ausgleich durch den Weiterbetrieb und die Hereinnahme von Investoren, mit denen es bereits Verhandlungen geben soll.

Von der Insolvenz sind 87 Dienstnehmer und rund 170 Gläubiger betroffen. Die Passiva belaufen sich auf 4,4 Mio. Euro. Forderungen gegenüber der insolventen Firma können bis zum 7. Jänner 2005 angemeldet werden, die Ausgleichstagsatzung findet am 21. Jänner statt.

Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit nennt das Unternehmen den Umbau des Standortes Mariahilferstraße, der "nicht in der beabsichtigten Form umgesetzt werden könnte", so Christoph Vavrik vom KSV. Der große Virgin Megastore ist seit Augsut geschlossen und hätte eigentlich bereits im September wieder aufgesperrt werden sollen. Der zweite Standort im Wiener Donauplex ist nach wie vor geöffnet.
(apa)

24.11.2004 14:42