Mit UEFA-Cup-Aufstieg: Das Jahrhundert-jahr der Rotjacken soll würdig ausklingen
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Für Österreichs Fußball-Meister GAK war das Jahr 2004 mit Meistertitel und Cupsieg national der ganz große Wurf. Bei einem Überstehen der UEFA-Cup-Gruppenphase würden die Grazer Rotjacken auch erstmals in der Vereinsgeschichte international überwintern, kein Wunder, dass Präsident Rudi Roth und Trainer Walter Schachner dem Europacup vorläufig erste Priorität eingeräumt haben. "Es wäre etwas ganz Besonderes, wenn wir diese Phase positiv beenden. Dann wären in der Winterpause auch Verstärkungen ein Thema", lautet die vom Boss abgesegnete "Schoko"-Marschrichtung.
Alternativen für den Kader werden bereits gehandelt. Der Name des Salzburger Neo-Teamspielers Andreas Ibertsberger fällt immer öfter auf der Transferbörse, dafür dementierte der Coach einen bereits unterzeichneten Vorvertrag mit Markus Schopp. "Er war für uns im Sommer unerschwinglich und nicht zu finanzieren. Außerdem wird die Austria, wenn sie den Namen liest, schon zuschlagen." Doch egal wer kommen sollte, zunächst muss in der Gruppe F am Ende einer der ersten drei Plätze her.
"Unser großes Ziel ist im UEFA-Cup die Runde der letzten 32 zu erreichen, denn wir haben uns eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen. Das wäre auch wirtschaftlich ganz wichtig, denn ein dementsprechender Gegner in der nächsten Runde würde zusätzliche Einnahmen bedeuten. Aber im Vordergrund steht natürlich das Sportliche."
Roth: "Es war ein Jahrhundertjahr"
Gerade da kann der GAK-Chef positiv wie noch nie Bilanz ziehen. "Es war ein Jahrhundertjahr für uns. Diese Erfolge wird man erst nach einiger Zeit realisieren. Wir spielen ja jetzt seit zwei Jahren auf einem so hohen Niveau, in Zukunft kann nicht jedes Spiel wieder so gelingen. Aber auch abseits des Tagesgeschäfts haben wir mit dem neuen Trainingszentrum infrastrukturell etwas Großartiges geschaffen."
Trainerteam ist bis 2007 gebunden
Mit langfristigen Verträgen ("Bei uns haben fast alle Spieler bis 2007 verlängert, und auch das Trainerteam haben wir so lange an uns gebunden") will Ex-Torhüter Roth seinen GAK auch bei Rückfällen konstant im Spitzenfeld halten. Mit der Marketing GesmbH wurde ein weiteres Standbein aufgebaut, Optimierungen werden folgen: "Die Zusammenarbeit wird überarbeitet, jedoch sicher nicht beendet. Es gibt Gespräche nach zwei Jahren, um für beide Seiten Verbesserungen zu erreichen."
Manager Hannes Weninger schwer erkrankt
Die Gedanken von Präsident und Trainer richteten sich in Glasgow aber nicht zuletzt immer wieder in Richtung des abwesenden Managers. Hannes Weninger, dessen schwere gesundheitliche Probleme derzeit kein Mitwirken an der Zukunftsgestaltung zulassen, soll "bald wieder gesund werden. Er fehlt uns sehr" (so Rudi Roth). Walter Schachner hofft, dass der Workaholic zu Kräften kommt, um seinen geliebten Fußball wieder geniesen zu können.
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