Rapid vor Lösung: Das "Tormannproblem" ist in den kommenden Tagen vom Tisch
- Hickersberger führte Gespräch mit Macho und Payer
- "Mangelnde Fitness" bei Andreas Ivanschitz
Das "Tormannproblem" des österreichischen Fußball-Rekordmeisters SK Rapid steht offenbar kurz vor der Lösung. Am Donnerstagnachmittag führte Trainer Josef Hickersberger ein Gespräch mit Helge Payer und Jürgen Macho. Wer im Frühjahr die Nummer eins bei den Hütteldorfern sein wird, soll laut Sportdirektor Peter Schöttel "in den nächsten Tagen" feststehen.
Hickersberger will beim Treffen mit seinen Goalies "gut zuhören und die Schlüsse daraus ziehen. Es geht darum, wie Beide die Situation beurteilen, und darum, wie es in nächster Zeit und im Frühjahr weitergeht", erklärte der frühere ÖFB-Teamchef. Der Hütteldorfer Coach ließ offen, wer am Samstag im Heimspiel gegen Sturm zwischen den Pfosten stehen wird, nur in einem Punkt legte er sich fest: Derjenige, der gegen die Grazer beginnt, soll nicht automatisch der künftige Stamm-Keeper sein.
Seit Macho im vergangenen August von Chelsea zu Rapid gestoßen war, hat der Tabellenführer keinen klaren Einser-Goalie, da Macho alternierend mit Helge Payer zum Einsatz kam.
Trotz derzeitiger Verletzung spielt Ivanschitz in der Halle
Sicher nicht gegen die Grazer einlaufen wird Andi Ivanschitz. Der ÖFB-Teamkapitän laboriert nach den Angaben von "Hicke" noch immer an den Folgen einer Muskelverletzung vom Oktober, nun habe er Probleme mit dem Hüftbeugemuskel und unterzieht sich einer Physiotherapie. "Mangelnde Fitness" lautet Hickersbergers Diagnose, von langwierigen körperlichen Beschwerden des Jungstars geht der Trainer aber nicht aus. "Er wird im Gegensatz zur Vorsaison sicher die komplette Frühjahrsvorbereitung mitmachen und auch in der Halle spielen."
Adamskis Tage gezählt - Kontrakt bis Sommer abgelehnt
Während Österreichs Fußballer des Jahres 2003 nach einem überwiegend verkorksten Jahr mit Rapid 2005 wieder angreifen will, ist für Marcin Adamski das Engagement in Wien-Hütteldorf in einigen Wochen beendet. Dem Polen, der im Jänner 2002 gekommen war und dessen Vertrag mit Jahresende ausläuft, wurde laut Schöttel eine Verlängerung bis Sommer angeboten, was der Verteidiger aber ausschlug.
Nun befinden sich die Grün-Weißen, die unmittelbar vor dem Sturm-Match von Bundesliga-Vorstand Georg Pangl den Pokal für den Herbstmeistertitel überreicht bekommen, bereits auf der Suche nach einem neuen Abwehrspieler, zumal Thomas Burgstaller mit Kreuzbandriss bis Saisonende ausfällt.
