Bundesliga: Österreicher-Topf zeigt Wirkung - mehr heimische Kicker eingesetzt
- 3 % mehr Österreicher in der Bundesliga eingesetzt
- Zuschauer-Krösus Rapid: Im Durchschnitt 12.800 Fans
Der mit insgesamt 5,5 Millionen Euro dotierte Österreicher-Topf der heimischen Fußball-Bundesliga zeigt Wirkung. Der Anteil der eingesetzten heimischen Kicker stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Meisterschaftsviertel von 52 auf 55 Prozent, außerdem wurden mehr U23-berechtigte (Erhöhung von 18,4 auf 20,4 Prozent) und U21-berechtigte (von 9,3 auf 10,2) Spieler eingesetzt.
Spitzenverdiener im zweiten Quartal ist der Tabellen-Vorletzte Sturm Graz, der von den ausgeschütteten 1,375 Mio. Euro über 201.500 Euro einstreifte, vor Wacker Tirol und dem GAK, der in dieser Wertung im ersten Viertel die Nase vorn hatte, mit jeweils über 172.000 Euro. Dahinter folgen Rapid (ca. 161.000 Euro), Superfund Pasching (ca. 157.600), Salzburg (ca. 143.200), Admira (ca. 134.200), Mattersburg (ca. 134.000) und Bregenz (knapp 99.000). Die Austria hielt sich im zweiten Quartal nicht an die Vorgabe, dass in jedem Spiel mindestens acht für das ÖFB-Team selektionierbare Kicker auf dem Spielbericht aufscheinen müssen, und darf daher diesmal nicht partizipieren. Im dritten Quartal sind wieder alle Klubs startberechtigt.
6.000 Minuten mehr an rot-weiß-rot
Insgesamt kamen Österreicher in den 45 Partien im zweiten Viertel um über 6.000 Minuten mehr zum Einsatz als davor, wobei die Minuten von U21-Kickern doppelt zählen. Acht Klubs setzten teils deutlich (bei Sturm stieg der Österreicher-Minuten-Anteil um 58 Prozent) verstärkt auf heimische Spieler, zu minimalen Rückgängen kam es nur beim GAK und der Admira.
Pangl: "Österreicher-Topf erfüllt seinen Zweck"
Bundesliga-Vorstand Georg Pangl ist mit dieser Bilanz zufrieden. "Damit erfüllt der Österreicher-Topf genau den ihm zugedachten Zweck. Der positive Effekt einer zusätzlichen Förderung junger österreichischer Spieler sollte in der nächsten Transferzeit noch besser zu beobachten sein", wurde der Burgenländer in einer BL-Aussendung zitiert.
Mehr Karten in der Bundesliga verkauft
Zuwächse gab es auch in punkto verkaufte Karten pro Bundesliga-Match. In den ersten 18 Runden erhöhte sich die Anzahl der abgesetzten Tickets im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 510.454 auf 534.026, was eine Steigerung von 4,6 Prozent und einen Schnitt von 5.934 pro Spiel bedeutet. In der Gesamtbilanz aller ausgegebenen Karten, die verkaufte Tickets, Abos sowie Aktions- und Freikarten enthält, kam es hingegen zu einem Rückgang von 655.979 auf 626.948 Besucher (Schnitt 6.966).
Rapid zieht die meisten Zuschauer an
Rapid (insgesamt 115.190/Schnitt 12.799) führt in dieser Gesamtbilanz vor Mattersburg (101.391/11.266), GAK (74.050/8.228), Salzburg (73.671/8.186), Wacker Tirol (63.109/7.012), Sturm Graz (58.697/6.522), Austria (55.087/6.121), Pasching (35.404/3.934), Bregenz (32.100/3.567) und Admira (18.249/2.028). Im Hanappi-Stadion gingen auch drei der vier bestbesuchten Spiele über die Bühne: 17.326 Fans sahen das Derby gegen die Austria, 15.648 waren gegen Wacker Tirol dabei und 14.787 pilgerten gegen Pasching ins "Sankt Hanappi". Mithalten können da nur die Mattersburger, die gegen Rapid 17.112 und gegen die Austria 13.628 Fans begrüßen durften.
Liga-Sponsor T-Mobile verlor an Werbewert
Einen Rückgang des Werbewertes um rund sieben Prozent auf 5,9 Mio. Euro nach 17 Runden musste Liga-Sponsor T-Mobile in Kauf nehmen. Für Pangl ist dies allerdings kein Grund zur Panik. "Den wildesten Gerüchten zum Trotz ist der Werbewert nur geringfügig zurückgegangen. Im Hinblick darauf, dass sich die österreichischen TV-Konsumenten nach Jahrzehnten einer Monopol-Stellung an junge neue Privat-Sender gewöhnen mussten, der Abo-TV-Markt von Premiere erst mitten im Aufbau steckt oder der Free-TV-Sender ATVplus erst seit gut einem Jahr auf Sendung ist, sind wir absolut auf dem richtigen Weg", behauptet Pangl.
In der Aussendung hieß es weiter, dass im ersten Halbjahr durchschnittlich 483.000 Personen pro Runde die diversen Premiere-Sendungen zur Bundesliga mitverfolgten. Bei ATVplus waren es laut Teletest im Schnitt 170.000 TV-Konsumenten , die bei den verschiedenen Bundesliga-Formaten (Volltreffer, Erste Liga, Wiederholung Premiere-Konferenz etc.) vor dem Fernseher saßen. "Um die Qualität der Übertragungen, Inhalte und Formate weiter zu verbessern, arbeitet die Bundesliga im Rahmen einer Arbeitsgruppe gemeinsam mit Klub-Vertretern, Partnern und Experten", so Pangl.
