Die Stunde der Wahrheit: Speed-Kings messen sich bei Abfahrt in Lake Louise
- Maier und Walchhofer gelten als haushohe Favoriten
- Österreicher zuletzt mit acht Siegen in acht Rennen
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Gesamt-Weltcup-Sieger und Disziplinen-Gewinner
Auf ihrer "Haus- und Hofstrecke" in Lake Louise wollen die ÖSV-Stars heute (auf networld.at sind Sie ab 20:15 LIVE dabei!) in der ersten Abfahrt der WM-Saison 2004/2005 die Muskeln spielen lassen und die Kräfteverhältnisse im alpinen Herren-Weltcup wieder zurechtrücken. Mehr als einen Monat nach dem enttäuschenden Heim-Riesentorlauf in Sölden sind die Österreicher im ersten Speed-Event klar zu favorisieren, schließlich wurden die vergangenen acht Herren-Rennen in Lake Louise allesamt ÖSV-Beute. Der letzte nicht-ÖSV-Erfolg datiert vom 17. März 1991, damals gewann Markus Wasmeier im Super G.
Nach dem schwachen Ergebnis in Sölden, wo Hans Knauß als bester Österreicher Fünfter war, machten die Österreicher keinen Hehl daraus, dass ihre volle Konzentration den Übersee-Rennen gegolten hat - nun steht also die Stunde der Wahrheit vor der Tür. "Unsere Vorbereitung war Richtung Nordamerika-Start ausgerichtet", bestätigt ÖSV-Herren-Chef Toni Giger. Zudem fühlen sich die ÖSV-ler fernab vom großen Stress und Druck in der Heimat stets pudelwohl. "Hier ist der Rummel nicht so groß", ist vor allem Hermann Maier von der Ruhe angetan.
An der Spitze des ÖSV-Teams stehen nach dem Abgang des dreifachen Lake-Louise-Siegers Stephan Eberharter die beiden Top-Favoriten Maier und Michael Walchhofer. Mit perfekter Atomic-Abstimmung von Servicemann Edi Unterberger haben der Gesamt-Weltcup-Sieger und der Weltmeister die ersten beiden Trainingsläufe dominiert. Ihre Lake-Louise-Vorliebe ist bekannt, Walchhofer hat 2003 in der Abfahrt den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere gefeiert, Maier siegte 1999, 2000 und 2003 im Super G - lediglich ein Abfahrtserfolg fehlt dem Flachauer noch.
Maier spielt mit verdeckten Karten
"Eine perfekte Strecke für den Anfang. Das ist eine Abfahrt wie in der Schule auf die Tafel gezeichnet. Der Großteil der Strecke ist sehr eisig, perfekt für die Gleiter", schwärmte Maier, der am 7. Dezember seinen 32. Geburtstag feiert und auch am Sonntag im Super G zu den Topfavorits zählt. "Ich habe meine Karten noch nicht aufgedeckt", verwies Stallgefährte Walchhofer darauf, dass noch weitaus mehr als im Training möglich ist.
Legal gedopt durch seinen überlegenen Triumph in Sölden hat Neo-Atomic-Pilot Bode Miller (USA) auf nordamerikanischem Boden auch in der Abfahrt seine Gefährlichkeit angedeutet - Rang drei im Donnerstag-Training. Sollte Miller, dessen Landsmann Daron Rahlves erster Herausforderer von Maier und Walchhofer ist, dieses Kunststück auch am Samstag gelingen, dann wäre es sein erster Weltcup-Podestplatz in der Abfahrt.
ÖSV-Mannschaft (11):
Thomas Graggaber, Johann Grugger, Norbert Holzknecht, Hans Knauß, Klaus Kröll, Hermann Maier, Benjamin Raich, Mario Scheiber, Andreas Schifferer, Fritz Strobl, Michael Walchhofer
(apa/red)
