Hermann Maier unzufrieden mit Image: "Will nicht mehr der Herminator sein"
- Maier: "Ich habe diese Rolle gar nicht gesucht"
- Motorrad-Unfall habe bei ihm vieles ausgelöst
Weltcup-Titelverteidiger Hermann Maier kann mit dem Bild des fast unbezwingbaren "Herminators" nichts mehr anfangen und sieht sich in der Öffentlichkeit falsch dargestellt. "Ich will nicht mehr der Herminator sein, ich habe diese Rolle gar nie gesucht", sagte Maier in Interviews mit der "Stuttgarter Zeitung" und der "Frankfurter Rundschau". Dieses Image sei zu einer "sehr großen" Belastung geworden, erklärte der vierfache Gesamtweltcupsieger.
Der 31-Jährige kritisierte, dass Medien und nicht zuletzt auch das eigene Management das Klischee vom "Herminator" jahrelang gepflegt haben. "Ich möchte weg davon. Aber scheinbar haben das noch nicht alle begriffen. Auch in meinem Umfeld nicht", sagte Maier, auf dessen Homepage (www.hm1.com) fast nur vom "Herminator" die Rede ist. Sein schwerer Motorradunfall im August 2001, in dessen Folge ihm sogar eine Bein-Amputation gedroht hatte, habe bei ihm vieles ausgelöst. "Ich bin der Hermann, nicht der Herminator. Bei meinem Sturz in Nagano hat man immer nur diesen Sprung, nie aber den verängstigten oder nachdenklichen Hermann Maier gezeigt", sagte der Flachauer.
Der 47-fache Weltcupsieger würde eine konkurrenzfähige deutsche Herren-Mannschaft begrüßen. "Es gäbe nichts besseres für den Skisport. Wenn irgendwann wieder ein Deutscher vor den Österreichern wäre, dann würde man die Deutschen in Kitzbühel gar nicht mehr unterbringen können", sagte Maier.
