Großes Oldie-Treffen im Tennis-Zirkus: Muster kämpft in London um 100.000-Dollar
- Steirer ist hinter Jim Courier als Nummer zwei gesetzt
- Auch Wilander, Becker, Stich und McEnroe sind dabei
Mit einem Sieg in Rom, dem Finale in Graz und Rang drei in Eindhoven hat sich Thomas Muster klar für das "Masters Tennis" in der Royal Albert Hall in London qualifiziert. Von Dienstag bis Sonntag (5.12.) kämpfen zwölf Spieler der Delta Seniors-Tour of Champions um den 100.000 Dollar-Scheck für den Sieger. Muster ist als Nummer zwei der diesjährigen Rangliste ebenso wie Leader Jim Courier, Sergi Bruguera und Richard Krajicek gesetzt, kann also in der Gruppenphase auf keinen dieser Spieler treffen.
"Ich habe mich in den vergangenen zwei Wochen sehr intensiv vorbereitet. Aber es hängt natürlich sehr viel von der Gruppenauslosung ab", weiß der ÖTV-Daviscup-Kapitän. Die Auslosung in vier Dreier-Gruppen erfolgt erst am Montag (13:00). Muster könnte es mit Spielern wie Boris Becker oder John McEnroe zu tun bekommen. "Aber ich freue mich schon auf die tolle Atmosphäre in der Royal Albert Hall", so Muster.
Für das Abschlussturnier der Seniors-Tour qualifizieren sich die Top Ten der Jahreswertung sowie zwei Wild-Card-Spieler, bisher waren es nur die besten Acht gewesen. Nach der Absage von Emilio Sanchez, der eine Funktion beim Daviscup-Finale Spanien-USA übernommen hat, ist Henri Leconte ins Feld gerückt. Goran Ivanisevic, der die Mindestanzahl von zwei Turnieren nicht erreicht hat, ist nicht spielberechtigt, wird aber am Dienstag (19:30) am gleichen Schauplatz eine Charity-Exhibition gegen Tim Henman bestreiten.
Offizielles Preisgeld gibt es nur für den Sieger, der die gesamten 100.000 Dollar einstreift. Alle anderen Akteure erhalten "Bonifikationen". Die besten Zwei jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale (Freitag). Das Finale geht am Sonntag (13:30) in Szene.
Das Starterfeld in London: Jim Courier (USA-1), Thomas Muster (AUT-2), Sergi Bruguera (ESP-3), Richard Krajicek (NED-4), Mats Wilander (SWE), Boris Becker (GER), Guy Forget (FRA), Michael Stich (GER), Pat Cash (AUS), Henri Leconte (FRA), John McEnroe (USA) und Mikael Pernfors (SWE). (apa/red)
