Sonntag, 28. November 2004

Attentat auf Bush geplant: Hatten Rebellen
in Kolumbien US-Präsidenten im Visier?

  • Angeblich steckte marxistische FARC hinter Vorhaben
  • Weißes Haus lieferte kein Kommentar zu TV-Bericht

Während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Kolumbien am vergangenen Montag sollen angeblich marxistische Rebellen einen Anschlag auf ihn geplant haben. Dies berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf den kolumbianische Verteidigungsminister Jorge Alberto Uribe. Demnach hätte die FARC-Guerilla (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) die Ermordung von Bush geplant. Beweise habe der Minister aber nicht vorgelegt. Aus dem Weißen Haus gebe es dazu keinen Kommentar, so der Sender.

Für den nur etwa vierstündigen Besuch von Bush in Kolumbien waren aus Angst vor Angriffen der Rebellen äußerst scharfe Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Bush war in Cartagena mit dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe zusammengetroffen.

Im kolumbianischen Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und der Guerilla habe die marxistische Guerilla ein Interesse daran, den USA als Unterstützer der kolumbianischen Regierung zu schaden. Umgekehrt wolle aber auch die kolumbianische Regierung die Unterstützung der USA im Kampf gegen die Rebellen nicht verlieren, analysierte der Sender. Die FARC wird von den USA als terroristische Gruppe eingestuft. (apa/red)

28.11.2004 16:27