Umweltkatastrophe vor Philadelphia: 30 km
langer Ölteppich auf dem Fluss Delaware
- Griechischer Öltanker verlor über 100.000 Liter Öl
- Zahlreiche Vögel tot oder verschmiert geborgen
Ein leck geschlagener griechischer Öltanker hat auf dem Fluss Delaware an der amerikanischen Ostküste mehr als 100.000 Liter Öl verloren. Südlich von Philadelphia entstand ein 30 Kilometer langer Ölteppich. Nach Angaben der Küstenwache wurden bis Sonntag früh mehr als 50 tote Vögel aus dem Fluss geborgen, mehrere hundert waren mit Öl verschmiert und wurden zum Säubern an Land gebracht. Die Ursache des Lecks war weiter unklar. "Der Schaden ist nicht so groß wie er hätte sein können", sagte der amtierende Gouverneur von New Jersey, Richard Codey, am Samstag.
Die Besatzung des in Zypern registrierten, rund 230 Meter langen Tankers "Athos 1" entdeckte das Leck am späten Freitagabend. Patrouillenboote hatten den Tanker zu einer Citgo Raffinerie in Paulsboro auf der anderen Flussseite gegenüber von Philadelphia begleitet. Die Besatzung pumpte das Öl aus Venezuela in einen anderen Tank an Bord. Das Schiff hatte rund 52 Millionen Liter an Bord.
Die Behörden richteten für die ölverschmierten Vögel eine Auffangstation ein. "Es werden tote und lebende Vögel gebracht", sagte Dee Dee Manera von der Tierschutzbehörde Fish and Wildlife Service, der Lokalzeitung "Ashbury Park Press". Ein Sprecher der Tsakos Reederei aus Athen drückte sein Bedauern aus. "Wir tun alles, um die Säuberung voranzubringen", sagte Michael Hanson dem "Philadelphia Inquirer".
Die Küstenwache begann noch in der Nacht zum Samstag mit den Säuberungsarbeiten. Mehrere Schiffe waren vor Ort, um das Öl aufzusaugen und die Ausbreitung zu verhindern. Der Tanker lag mit Schlagseite rund 200 Meter vor dem Ufer vor Anker. Mehr als 3.000 Meter schwimmende Barrieren wurden um das Schiff und vor den Einmündungen mehrerer Flüsse ausgelegt. (apa/red)
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