Lästiges Schlafproblem: Mediziner wollen Ursache für Schnarchen gefunden haben
- Studie: Viele Schnarcher wurden als Babys nicht gestillt
- Übungsphase für Mund- und Rachenmuskulatur fehlt
·Statistik: Kinder- kriegen kann warten
Österreicher werden immer später Eltern
·75.000 Einwohner mehr in Österreich
Zunahme um 0,9 Prozent in letzten beiden Jahren
·Mehr Kontakt zu anderen gewünscht
Jedem Fünften ist sozialer Alltag zu langweilig
Gestillte Kinder neigen nach einer Studie später deutlich weniger zum Schnarchen als solche, die früh die Flasche bekommen haben. Auch Kinder, die über Jahre am Schnuller und Daumen lutschten, schnarchen später häufiger. Darauf lässt eine Untersuchung der Muskelfunktionsspezialisten und Schlafforscher Klaus-Jürgen und Sabine Berndsen vom Institut für Stimm- und Sprachtherapie (ISST) in Unna schließen.
"Das Saugen an der Mutterbrust ist für den Menschen das erste äußerst anstrengende Training der Mund- und Rachenmuskulatur", sagte der Sprachtherapeut der dpa. "Fällt diese frühe Übungsphase aus, kommt es zu Fehlspannungen und falschen Bewegungsmustern." Berndsen bezieht sich mit seiner Einschätzung auf eine Studie seines Instituts, bei der in den vergangenen vier Jahren insgesamt 315 Testpersonen (79 Frauen und 236 Männer) im Alter zwischen 20 und 50 Jahren untersucht wurden.
Laut Berndsen stellte sich bei den meisten Betroffenen, die sich wegen Schnarchens oder nächtlicher Atemaussetzer in medizinische Behandlung begaben, heraus, dass sie als Kinder nicht oder nur kurz gestillt worden waren. Knapp 60 Prozent gaben an, nicht gestillt worden zu sein. 21 Prozent wussten es allerdings nicht.(apa)
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