Schreckliche Bilanz der Falluja-Offensive: Mehr als 2.000 Tote und 1.600 Festnahmen!
- Soldaten entdecken geheime Folterkammer in Moschee
- Chemische Waffen: Spuren von Anthrax aufgetaucht
·Soldatin nach Mord an Iraker verhaftet
US-Unteroffizierin & noch zwei Personen angeklagt
Bei den Kämpfen in der irakischen Widerstandshochburg Falluja sind nach Angaben des Nationalen Sicherheitsberaters Kassim Daoud (Daud) mehr als 2000 Menschen getötet worden. Mehr als 1600 Menschen seien inhaftiert worden, sagte Daoud in Bagdad. Bei den Toten gebe es ein Problem mit der Identifizierung, da der Großteil von ihnen keinen Personalausweis bei sich getragen habe. Die US-geführten Truppen hatten am 8. November eine Großoffensive gegen die in Falluja verschanzten Aufständischen gestartet.
Wie der Sicherheitsberater weiter mitteilte, entdeckten irakische Soldaten in Falluja eine Folterkammer, die sich in einer Moschee befunden haben soll. In einem Industriegebiet im Südwesten der Stadt sei ein Labor mit Chemikalien gefunden worden, in dem "Sprengsätze und giftige Substanzen" hergestellt worden seien.
Außerdem hätten dort Broschüren mit Anleitungen für die Herstellung von Sprengsätzen und Giften herumgelegen, darunter Anthrax. Daoud präsentierte den Journalisten Bilder von Flaschen, auf deren Etiketten Chemikalien genannt waren. Auch Folterinstrumente und Blutspuren waren deutlich zu erkennen.
Daoud hatte auch mitgeteilt, dass am Dienstag ein enger Verbündeter des gesuchten jordanischen Topterroristen Abu Musab al-Zarqawi, Abu Said, in Mossul gefasst worden ist. Von ihm erhoffe sich die Regierung weitere Aufklärung.
Militärische Operationen gegen sunnitische Aufständische fänden derzeit in sechs Regionen des Irak statt: Im Norden des historischen Babylon, im Süden und Westen von Bagdad, in Diyala mit der Provinzhauptstadt Bakuba, in den Städten Falluja und Mossul. "Wir werden weiter säubern, bis Ruhe und Ordnung im Lande herrscht", sagte Daoud. (apa/red)
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