St. Pölten hat einen neuen Bischof: Klaus Küng trat sein Amt in Niederösterreich an
- Küng dankte Papst und seinem Vorgänger Kurt Krenn
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Auch Vorgänger Kurt Krenn
nahm an Zeremonie teil
·Klaus Küng: Das ist der neue Bischof!
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Klaus Küng ist am Sonntag feierlich in sein Amt als St. Pöltner Diözesanbischof eingeführt worden. Der Festgottesdienst im Dom, an dem neben dem hohen Klerus aus dem In- und Ausland und Vertretern der Ökumene unter anderem Innenminister Ernst Strasser (V), Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V) und die Spitzen der Landesregierung ebenso teilnahmen wie Gäste aus Vorarlberg, der Heimat des Feldkircher Bischofs Küng, war geprägt vom Willen zum Miteinander. "Zusammen sind wir stark", sagte Küng in seiner Predigt.
"Das Tor zum Dom und die Herzen Deiner Gläubigen stehen Dir offen." Mit diesen Worten empfing der emeritierte Weihbischof Heinrich Fasching als Dompropst Küng vor dem Kirchenportal. Zu Beginn der Messe wurde die päpstliche Ernennungsbulle vom 7. Oktober - in Nachfolge des zurück getretenen Bischofs Kurt Krenn - verlesen. (Der Feldkircher Bischof Küng war im Sommer als Apostolischer Visitator in St. Pölten eingesetzt worden.)
Der Verlesung der päpstlichen Ernennungsbulle durch Ordinariatskanzler Gottfried Auer und dem Treueversprechen durch Vertreter der Priester und Laien der Diözese schloss Küng Begrüßungsworte an. Er dankte Papst Johannes Paul II. für das große Vertrauen, das ihm erwiesen wurde, und weiters seinem Vorgänger Altbischof Kurt Krenn und dem emeritierten Weihbischof Fasching sowie allen Gästen aus Vorarlberg für ihr Kommen.
Küng richtete einen Appell zum Aufbruch an alle Gläubigen, Zielrichtung sei der "Berg des Herrn". Es gelte, sich vereint in der Weltkirche auf dem Weg des Evangeliums zu bewegen. In Zeiten gesellschaftlichen Wandels würden die Menschen Sehnsucht nach Orientierung, nach dem Religiösen, nach Gott haben, zeigte sich Küng überzeugt. Der neue St. Pöltner Bischof sprach auch die "Kirchenskandale" an, die das Vertrauen der Gläubigen erschüttert hätten. Dies sei "bedrückend" und "schmerzhaft". Es sei allen bewusst, dass nur die Wahrheit aus der Krise führe.
In seinen Grußworten zum Abschluss der feierlichen Amtseinführung wandte sich Kardinal Christoph Schönborn zunächst "in dieser für Dich sicher nicht leichten Stunde" an Altbischof Kurt Krenn. In den 13 Jahren dieses Dienstes habe es "so manche Kontroversen und Konflikte gegeben, die wir Bischöfe leider auch zum Teil in aller Öffentlichkeit ausgetragen haben, sehr zum Schaden der Kirche", so Schönborn. (apa/red)
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