Mittwoch, 24. November 2004

Überfüllte Häf'n: Koalition will mehr Sozial- arbeit statt Haft für geringfügige Delikte!

  • Fekter: Altenpflege, Reinigungskräfte in Pflegeheimen
  • Justizministerin Miklautsch kündigt Pilotprojekt an

In der Koalition wird überlegt, verurteilte Straftäter, die geringfügige Delikte wie etwa Verkehrsdelikte begangen haben, künftig vermehrt mit Sozialarbeit und weniger mit Haft zu bestrafen. Damit könnte die Zahl der Gefangenen reduziert und die überbelegten Gefängnisse entlastet werden, berichtete die "ZiB1" am Mittwochabend.

Im Vorjahr landeten etwa 1.500 Personen im Gefängnis, weil sie ihre Geldstrafe nicht gezahlt haben.

ÖVP-Justizssprecherin Maria Fekter kann sich vorstellen, dass diese Personen etwa in der Altenpflege oder als Reinigungskräfte im Pflegeheimen eingesetzt werden. Justizministerin Karin Miklautsch (F) signalisierte Unterstützung und kündigte ein Pilotprojekt an. (apa)

24.11.2004 21:27