Brutaler Bankraub in Wien: BA-CA im Internationalen Pressezentrum überfallen
- Täter flüchteten mit Beute in unbekannter Höhe
- Polizei vermutet Bande aus Osteuropa oder Südamerika
Spektakulärer und brutaler Banküberfall auf die Bank Austria/Creditanstalt-Filiale (BA/CA) im Internationalen Pressezentrum (IPZ) in Wien-Döbling: Vier bis fünf Männer drängten sich am Mittwoch kurz nach 9.00 Uhr in das Geldinstitut in der Gunoldstraße 14, als eine Angestellte eine Kundin gerade zur Eingangstür brachte. Eine weitere Kundin wurde niedergestoßen, mit einer Faustfeuerwaffe wurden die weiteren anwesenden Personen in Schach gehalten. Bei den Tätern dürfte es sich laut dem Kriminalisten um Chilenen oder Osteuropäer handeln.
Die Räuber gingen nicht gerade zimperlich vor: Sie stießen eine weitere Kundin nieder, mit einer Faustfeuerwaffe wurden die weiteren anwesenden Personen in Schach gehalten. Ein Kunde musste seine Uhr abgeben. Unterdessen versuchte einer der Täter, mit einem Brecheisen eine Kassa aufzubrechen. Schließlich wurde den Kriminellen ein relativ kleiner Geldbetrag ausgehändigt. Die Täter sprangen in einen weinroten Fiat Chroma und rasten davon. In der Nähe des IPZ kollidierte die Gang mit einem Lieferwagen einer Botenfirma, dabei wurde ein Außenspiegel abgebrochen.
Im Zuge der Fahndung entdeckte die Gendarmerie im Klosterneuburger Industriepark einen Wagen. Bei näherer Untersuchung stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um das Fluchtfahrzeug handelte.
Die Täterbeschreibung ist eher dürftig. Drei der Räuber dürften etwa 20 bis 25 Jahre alt sein, der vierte rund 35. Der Älteste dürfte mit einer schwarzen Langhaarperücke getarnt gewesen sein, zudem dürfte er das Brecheisen getragen haben. Ein weiterer Krimineller trug eine schwarze Pistole und hatte sich mit einer Rollhaube sowie einem Schal getarnt. Der Dritte hatte eine Motorradüberziehhaube über den Kopf gezogen und war mit einem Schraubenzieher ausgestattet. Der Vierte hatte sich mit einem Schal maskiert.
Unklarheit herrschte um Gerüchte über ein allfälliges zweites Fluchtfahrzeug. Die Ermittlungen dazu waren am Nachmittag noch im Gang.
(apa/red)
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