Dienstag, 2. November 2004

VW-Tarifverhandlungen: Über 30.000 Beschäftigte protestieren in Wolfsburg

  • Sechste Verhandlungsrunde in Hannover fortgesetzt
  • Der "große Schritt" ist bis jetzt noch nicht in Sicht

Begleitet von massiven Warnstreiks ist in Hannover die sechste Tarifrunde bei Volkswagen fortgesetzt worden. Während zeitgleich mehr als 30.000 Beschäftigte allein in Wolfsburg gegen die Sparpläne protestierten, ging es um die Frage, welche Zugeständnisse die IG Metall im Gegenzug für die Jobgarantie für alle 103.000 Beschäftigten in den sechs deutschen Werken machen wird.

Hartmut Meine, Verhandlungsführer der IG Metall, sah eine Annäherung in einzelnen Punkten, warnte aber auch, auf anderen Feldern "sind wir noch weit auseinander". VW-Verhandlungsführer Josef Fidelis Senn glaubt nach eigenen Angaben nicht an einen schnellen Abschluss. Der Konzern habe mit dem Sieben-Punkte-Programm von Personalvorstand Peter Hartz ein "schwieriges Paket auf den Tisch gelegt". Man brauche deshalb Zeit zur Bearbeitung.

Hartz will bis zum Jahr 2011 die Arbeitskosten um zwei Milliarden Euro auf dann fünf Milliarden Euro senken. In der laufenden Tarifrunde soll rund die Hälfte dieser Einsparungen festgemacht werden. Die IG Metall hat in den bisherigen Verhandlungen ihre anfängliche Forderung von vier Prozent mehr Lohn auf nur noch einen zweiprozentigen Zuwachs reduziert. (apa)

2.11.2004 15:29