Pendeln wird teurer: ÖBB erhöhen ihre Tarife für Zeitkarten im Osten Österreichs
- Durchschnittliche Verteuerung um 5,3 Prozent
- Fahrkarten der Wiener Linien sind nicht betroffen
Die ÖBB haben die Tarife für Zeitkarten im Osten Österreichs erhöht. Betroffen sind der Verkehrsverbund Ost-Region und der Verkehrsverbund Niederösterreich/Burgenland. Begründet wird die Verteuerung mit Investitionen in die Erneuerung der Bahn- und Busflotte, aber auch mit hohen und weiter steigenden Energiekosten. Die Grünen üben scharfe Kritik an der Preiserhöhung.
Die Wochen-, Monats- und Jahreskarten sind um 4 bis 8 Prozent teurer. Für Kunden der regionalen Autobuslinien im Verkehrsverbund Ost-Region um durchschnittlich 2,9 Prozent. Einzelfahrkarten und Fahrkarten der Wiener Linien sind nicht betroffen. Bei Jahreskarten gilt die Verteuerung erst für Karten, die mit oder nach dem 1. November zu laufen beginnen.
Den Grünen stößt die Verteuerung sauer auf. "Die Preissteigerung bei Jahreskarte Baden-Wien oder Stockerau-Wien betrug in den letzten dreizehn Jahren 260 Prozent, der Verbraucherpreisindex stieg in der selben Zeit um bloß 32 Prozent", ärgerte sich deren Verkehrsexpertin Gabriela Moser.
In der Ost-Region verlor die ÖBB in den vergangenen zehn Jahren mehr als 20 Prozent der Kunden, rechnen die Grünen vor. Dieser Negativtrend stehe im Gegensatz zu fast allen anderen Ballungsräumen Europas, wo die Fahrgastzahlen steigen.
(apa)
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