Mittwoch, 27. Oktober 2004

Viele Autofahrer sind "Dämmermuffel": Defekte Scheinwerfer sind keine Seltenheit

  • 15 % der Autofahrer schalten das Licht zu spät ein
  • 4 von 100 Fahrzeugen mit defektem Licht unterwegs

15 Prozent der Autofahrer sind in der Abenddämmerung gefährlich unterwegs: Sie schalten die Lichter ihrer Fahrzeuge trotz schlechter Sicht nicht ein, hat ein ARBÖ-Test auf heimischen Autobahnen ergeben. "Auffallend ist ein richtiges Ost-Westgefälle. Im Burgenland gibt es mit 20 Prozent doppelt so viel Dämmermuffel wie in Tirol mit zehn Prozent", berichtete Wilhelm Patzold vom ARBÖ. ÖAMTC Erhebungen bestätigen diese Ergebnisse.

Erhebungen des ÖAMTC wiederum zeigten, dass vier von 100 Fahrzeugen mit zumindest einem defekten Scheinwerfer oder Rücklicht unterwegs sind. "Besonders in der Herbstzeit ist die Beleuchtung am Auto wichtig, damit Fahrzeuglenker bei Nebel und Regen gut im Straßenverkehr sehen und gesehen werden. Bei schlechten Sichtbedingungen können speziell Fußgänger und Radfahrer leicht übersehen werden", sagte Roman Michalek vom ÖAMTC.

Geldstrafen
Wer bei Dämmerung ohne Licht fährt, muss laut ARBÖ mit Geldstrafen zwischen 21 bis 54 Euro rechnen. Wer mit defekter Lichtanlage unterwegs ist, kann Bußen von 21 bis 50 Euro aufgebrummt bekommen. Die Höhe der Strafe ist je nach Bundesland und Straßentyp unterschiedlich. Im Freiland wird's teurer als im Ortsgebiet. Eine nicht funktionierende Bremsleuchte wird mit 32 Euro (Anonymverfügungen in Vorarlberg und Kärnten) und 56 Euro (Strafverfügung in Wien) geahndet.

Lampen tauschen
Der Austausch einer defekten Lampe ist bei vielen neuen Fahrzeugmodellen nicht immer ein leichtes Unterfangen, so der ÖAMTC. "Die Erhebung hat gezeigt, dass bei insgesamt 68 aktuellen Fahrzeugmodellen größere Demontagearbeiten notwendig sind, um an die defekte Lampe heranzukommen", berichtete ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.(apa/red)

27.10.2004 11:35