Dienstag, 26. Oktober 2004

Schwierigkeiten bei USA-Einreise: Wer keinen roten Pass hat, benötigt ein Visum

  • Pass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein
  • Neuer EU-Reisepass ist kostengünstiger als US-Visum

Wer mit einem grünen Reisepass in die USA einreisen will, muss jetzt einen Antrag auf ein Einreisevisum bei der Amerikanischen Botschaft einbringen. "Nur Besitzer des roten EU-Passes dürfen seit 26. Oktober visafrei einreisen, weil diese Pässe maschinenlesbar sind", erklärt ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. Außerdem muss der Reisepass noch mindestens sechs Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein.

Inhaber eines alten grünen Reisepasses müssen entweder auf den neuen österreichischen EU-Reisepass wechseln oder sich rechtzeitig ein US-Visum besorgen. Kinder, die im Reispass der Eltern - gleichgültig, ob alter grüner oder neuer roter Reisepass - eingetragen sind, dürfen nicht in die USA einreisen. "Für Kinder muss entweder ein eigener roter Reisepass oder ein eigenes US-Visum besorgt werden", sagt Kabourek.

Ministerium empfiehlt EU-Reisepass
Das Innenministerium empfiehlt Reisenden die Ausstellung eines neuen EU-Reisepasses. Einerseits um sich die Zeit für die Visumerteilung zu sparen, andererseits sind die Gebühren günstiger - der Pass kostet 69 Euro, das US-Visum 85 Euro. Auch für Kinder empfiehlt es sich, einen neuen Pass dem Visum vorzuziehen.

Fingerabdruck und Digitalaufnahme
Bislang nur für Einreisende mit Visa gültig, müssen sich seit diesem Monat USA-Urlauber bei der Einreise mit Fingerabdruck und Digitalaufnahme registrieren lassen. Neben Österreich betrifft dies Touristen aus Ländern wie beispielsweise Australien, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien und Italien, die für drei Monate ohne Visum - mit neuem Pass - in die USA einreisen. Das Prozedere selbst dauert nur einige Sekunden und wird zur Zeit an 115 Flug- sowie 14 Seehäfen durchgeführt. (apa/red)

26.10.2004 17:31