"Functional Food" ist kein Allheilmittel: Gesundheitsfördernde Wirkung bewiesen
- Wie eine gesunde Ernährung Ihr Wohlbefinden steigert
- PLUS: Beliebte "Functional Lebensmittel" im Überblick
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So genannte funktionelle Lebensmittel sind kein Allheilmittel. "Sie sind keinesfalls Ersatz für eine gesunde Ernährung, die reich an Gemüse, Obst und Vollkorngetreide ist und bewusst mit Fett umgeht", betonte Rolf Grossklaus vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung auf einer Fachtagung in Potsdam. Die gesundheitsfördernde Wirkung ist aber nachgewiesen.
Der Erfolg von "Functional Food" hänge langfristig vor allem davon ab, inwieweit es gelinge, ernährungsphysiologisch sinnvolle Produkte mit belegbarer Wirkung zu schaffen.
Was ist "Functional Food" ?
Unter "Functional Food" werden Lebensmittel verstanden, die neben ihrem Nähr- und Genusswert einen gesundheitlichen Zusatznutzen bieten sollen, wie etwa die Vorbeugung von Krankheiten oder die Stärkung des Immunsystems. Das Umsatzvolumen für solche Produkte liegt in Deutschland den Angaben zufolge bei knapp einer Milliarde Euro jährlich. Den größten Anteil nehmen dabei Milchprodukte ein. Vor allem probiotische Jogurts und Drinks erobern zunehmend die Kühlregale der Supermärkte mit dem Versprechen, für Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden zu sorgen und vor verschiedenen Krankheiten zu schützen.
Positive Wirkung
Tatsächlich konnten bei einigen Probiotika solche Effekte bereits nachgewiesen werden, wie Jürgen Schrezenmeier von der Bundesanstalt für Milchforschung in Kiel berichtete: Unter anderem könnten sich damit Beschwerden bei Milchunverträglichkeit, Durchfälle bei Antibiotikatherapien und infektiöse Darmerkrankungen von Kindern beziehungsweise bei Reisen in tropische Länder reduzieren lassen. Bestimmte fermentierte Milchprodukte senkten zudem den Blutdruck.
Schutz vor Krebs
Nur in Tierexperimenten ist nach Angaben der Wissenschafter dagegen bisher ein Schutz vor Dickdarmkrebs durch prä- und probiotische Lebensmittel nachgewiesen werden. Für einen solchen Effekt auch beim Menschen fehlten derzeit noch ausreichende Belege. Pablo Steinberg vom Institut für Ernährungswissenschaft hält dies aber durchaus für möglich: "Durch die gezielte und neuartige Kombination und Zubereitung von Prä- und Probiotika sollte es möglich sein, diesem Ziel ein ganzes Stück näher zu kommen." (apa/red)
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