Mittwoch, 27. Oktober 2004

NEWS-Skitest: Die besten Ski 2004

Das Team: Renate Götschl, Benni Raich, Mario Matt, DJ Ötzi und 80 weitere Top-Skifahrer testeten am Gletscher 40 brandneue Modelle.
Die Sieger & Trends: Race-, Cross- und Allround-Carver im Contest. Plus: Der beste Woman-Ski der Saison.

"Loslassen macht frei“, donnerte DJ Ötzi in die Weltcup-Gletscherarena und schwang die giftigen Race-Carver kurz und kraftvoll über den steilen und eisig harten Riesentorlaufhang am Rettenbachferner in Sölden/Tirol, eine echte Gletscher-Herausforderung – nicht nur für Fahrer mit maßvoll ausgeprägter Athletik, wie das Weltcup-Auftaktwochenende eindrucksvoll bestätigte: „Lohnt sich das überhaupt?“, fragte DJ, als er atemlos abschwang: „Nein, sagt der Kopf, aber es tut unendlich gut, meint das Herz“, gab er sich die Antwort auf 3.000 Meter Seehöhe selbst. So ist Skifahren, die große Freiheit im Schnee.

Geballte Prominenz. NEWS-Profiskitester wie Renate Götschl, Michaela Dorfmeister, Elisabeth Görgl, Benni Raich, Mario Matt, Kilian Albrecht und Hans Knauss, die extra für den Carving-Test ihr Intensivtraining auf dem Rettenbachferner unterbrachen, zeigten sich angetan von Technik und Bissigkeit des Ötztalers: „Gnadenlos, der Ötzi …“

DJ war einer von 80 Pilot(inn)en, die NEWS im Vorfeld des Weltcups zum großen Skitest 2004/05 nach Tirol auf den Gletscher flog. „Es ist die Mischung aus Profis und gediegenen Hobbyskiläufern“, stellt Speed Queen Renate Götschl der NEWS-Family ein harmonisches Zeugnis aus, „die den Skitest so ausgewogen macht.“
Ambitionierte und technisch gute Skifahrer wie DJ Ötzi, TV-Moderator Volker Piesczek, Rock ’n’ Roller Andy Lee Lang, Maler Rudi Holdhaus und Rallyepilot Manfred Stohl traten gemeinsam mit absoluten Profis wie den X-Crossern Karin Huttary und Isidor Grüner an und erstellten so Ski-Steckbriefe für eine möglichst breite Zielgruppe. „Das gibt ein ausgewogenes, faires Ergebnis“, ergänzte Benni Raich, der heuer Hermann Maier in allen Disziplinen kräftig Dampf machen will: „Schließlich braucht der Konsument jenen Ski, der seinem Können entspricht. Wem es an Know-how und ausreichender Kraft fehlt, der könnte mit unseren Hardcore-Resultaten allein nichts anfangen.“

Sportlerin des Jahres. Erstmals im NEWS-Testteam war auch Kate Allen, Triathlon-Olympiasiegerin und gefeierte Sportlerin des Jahres 2004. Ihr fehlt es weder an Kraft noch an Können, dennoch: „Ich repräsentiere die gemäßigte Alternative“, zeigte sich die Neo-Innsbruckerin selbstkritisch und ließ es dennoch rascheln, dass man hätte religiös werden können: „Die hat Schmalz in den Schenkeln“, kommentierten Ewigstars Hans Enn, Günther Mader und Andre Arnold, „da spürst die Dynamik, sie carvt auf den Kanten und rutscht nicht in den Kurven.“

Frauen testen für Frauen. Mehr als ein Dutzend Fahrten absolvierte Allen mit dem Damenteam um Snowboarderin Nici Pederzolli, Karin Huttary, Karin Strahner (HS Marketing), Maria Bauernfried (Kelly’s), Angelika Lind (TUI), Anne Bruxer (L’Oréal) und Alice Nilson (FZB Kobza) am NEWS-Wochenende – ein guter Durchschnitt: „Mehr ging beim besten Willen nicht, ich wollte mich nicht verletzen, steht doch der Ironman in Hawaii auf dem Programm, und den will ich gewinnen.“
Erstmals wurde vom NEWS-Damenteam auch eine eigene „Woman“-Ski-Kategorie durchgetestet: „Wir bräuchten einen leichteren Ski mit deutlich anderem Design als der klassische Männer-Carver“, brachte Maria Bauernfried die „Woman-Philosophie“ auf einen gemeinsamen Nenner: „Trotzdem soll es kein Tussi-Ski sein, keine Frau will das. Die Laufruhe muss trotz geringerem Gewicht perfekt bleiben, der Ski darf selbst im schwierigsten Terrain nicht ausbrechen.“ Ein kompliziertes Unterfangen, an dem die Skiindustrie schon seit Jahren hartnäckig tüftelt. Beinahe alle Konstrukteure haben längst „Woman-Modelle“ auf dem Markt, von Frauen für Frauen entwickelt und designt, bewusst auf weibliche Bedürfnisse abgestimmt: „Frauen belasten anders, ihr Schwerpunkt ist weiter vorne“, analysiert Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer, „wir haben sogar überlegt, den Damenski im Bindungsbereich an der Ferse etwas höher zu gestalten, damit der Druck von der Ferse auf den Fußballen verlagert wird, ein Stöckelski sozusagen.“ Diese Überlegungen sind allerdings noch weit entfernt von einer breiten Markteinführung.

Den kompletten Skitest mit allen Ergebnissen finden Sie im neuen NEWS

27.10.2004 17:02