Überraschungscoups: Schau mal, wer da antritt
- Für 2006 wird gleich an zwei neuen Parteien gefeilt.
- Die Grasser-Partei und die Haider-Partei im Duell.

Wunschbabys: Jörg Haider will eine neue Partei gründen. Grasser und Riess sollen als Spitzenkandidaten der Unabhängigen gegen ihn antreten.
Es könnte das Duell des Jahres werden: voller Spannung, alter und neuer Rechnungen und jeder Menge Überraschungen. Jörg Haider möchte sich spätestens im Frühjahr 2006 endgültig von der FPÖ und ihren Dauerkrisen befreien und neu durchstarten. Knapp vor der Nationalratswahl 2006 wird der Ex-FP-Chef einer staunenden Öffentlichkeit seine neue, unabhängige Haider-Partei präsentieren.
Der Grasser-Coup. Ein alter Freund des Kärntner Landeshauptmannes möchte dieser Goldgräberstimmung und Gründerzeit allerdings keinesfalls nachstehen: Da Karl-Heinz Grasser Unabhängigkeit vor allem auf sich bezieht, wird eben auch der Finanzminister 2006 für Aufsehen erregende Schlagzeilen sorgen: Der 35-Jährige wird sich ebenfalls unmittelbar vor der nächsten Wahl schlicht als unabhängiger Frontmann einer gänzlich neuen Bewegung der Unabhängigen jenseits der Parteipolitik vermarkten.
Ein Wettlauf um die Zeit und die besten Konzepte hat hinter den Kulissen bereits begonnen.
Die Geheimpläne. Sicher, offiziell wollen beide Herren nichts davon wissen, dass sie mit neuen Parteien erneute politische Fortüne suchen. Kein Wunder, denn der Überraschungseffekt das wissen die beiden Politfüchse längst ist im politischen Wettbewerb von existenzieller Bedeutung. Der jeweilige Konkurrent dürfe nichts von diesen Plänen erfahren, ist denn auch von Freunden der beiden Herren zu erfahren. Man wolle frei nach Machiavelli die andere Partie überrumpeln und am falschen Fuß erwischen. Frei nach dem Motto Wer sich als Erster rührt, hat verloren will man die Gegenseite in die Falle locken, um dann als einzig relevante Neugründung im Spiel um die Macht übrig zu bleiben.
Schließlich wird es 2006 sowohl für Grasser als auch für Haider um alles oder nichts gehen und der Wahlkampf zum finalen Duell der zwei Kärntner werden. Hinter verschlossenen Türen wird jedenfalls eifrig an den jeweiligen Konzepten gefeilt, werden Teams zusammengesetzt und Financiers gesucht.
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