Deal mit Stahlproduzenten: VAI zog in Saudi-Arabien Großauftrag an Land
- Bau der weltgrößten Direktreduktionsanlage
- Erweiterung eines Elektrostahlwerks für Hadeed
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Kurse seit 2002 verdoppelt,
doch Angst vor dem Crash
Der Voest-Alpine Industrieanlagenbau (VAI) profitiert weiter vom anhaltenden Stahlboom. Jetzt hat die Metallurgie-Tochter des Linzer Technologiekonzerns VA Tech in Saudi-Arabien von dem Stahlerzeuger Hadeed zwei Großaufträge im Gesamtwert von über 300 Mio. Euro erhalten.
Als Führer zweier internationaler Konsortien wurde VAI mit der Erweiterung der Roheisen- und Stahlerzeugungskapazität im Werk Al-Jubail beauftragt, teilte VA Tech am Freitag mit. Hadeed hatte erst im Juli einen millionenschweren Auftrag für ein Warmwalzwerk an die Oberösterreicher vergeben.
Die zwei neuen Großaufträge beinhalten die derzeit weltgrößte Direktreduktionsanlage mit einer Kapazität von 1,75 Millionen Jahrestonnen und die Erweiterung eines Elektrostahlwerks mit einer zusätzlichen Jahreskapazität von 1,22 Millionen Jahrestonnen. Die neuen Anlagen sollen Ende 2006 beziehungsweise Anfang 2007 in Betrieb genommen werden.
Direktreduktionsanlagen erzeugen aus aufbereitetem Eisenerz unter Verwendung von Erdgas metallisiertes Eisen, das im Stahlwerk weiterverarbeitet werden kann. Im arabischen Raum ist diese Technologie wegen der dort reichen Erdgasvorkommen laut VA Tech äußerst wirtschaftlich einsetzbar.
Hadeed reagiert auf steigenden Inlandsbedarf
Hadeed reagiert mit der neuerlichen Erweiterung, mit der die Flüssigstahlproduktion für Flachprodukte verdoppelt wird, auf den gestiegenen Inlandsbedarf an Flachprodukten (unter anderem für die Ölindustrie).
VAI unterhält seit mehr als 25 Jahren Geschäftsbeziehungen mit Saudi-Arabien. Zu den bisher bedeutendsten Aufträgen zählten zwei Komplettstahlwerke zur Erzeugung von Lang- und Flachprodukten in Al-Jubail sowie deren laufende Modernisierung.
VAI ist ein führendes Engineering- und Anlagenbauunternehmen der Eisen-, Stahl- und Aluminiumindustrie. 2003 erzielte das in Linz ansässige Unternehmen rund 976 Mio. Euro Umsatz, weltweit werden rund 3. 400 Mitarbeiter beschäftigt. (apa)
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