Luftfahrt im Aufwind: Nach 9 Monaten 17 Prozent mehr Passagiere!
- IATA-Generalsekretär: Hohe Treibstoffpreise könnten Verluste auf über 4 Mrd. Dollar steigern
Die Zahl der Passagiere im internationalen Luftverkehr hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres kräftig zugelegt. Weltweit seien 17,4 Prozent mehr Fluggäste gezählt worden als im Vorjahreszeitraum, teilte der Verband der internationalen Fluggesellschaften (IATA) am Mittwoch in Singapur mit. Das Frachtvolumen sei um 14,1 Prozent gestiegen. Die hohen Kosten für Kerosin werden aber viele Airlines nach Einschätzung des Branchenverbandes IATA tief in die Verlustzone treiben.
Trotz dieser Erfolge bleibe die Situation auf Grund der hohen Treibstoffkosten düster, sagte IATA-Generalsekretär Giovanni Bisignani in Singapur. Die traurige Geschichte ist, dass sich die Ergebnisse trotz dieser Verbesserungen wegen der außergewöhnlichen Treibstoffkosten verschlechtern." Bisignani drängte die Gesellschaften deshalb, ihre Effizienz weiter zu steigern und die Kosten zu drücken.
Sollte sich die jetzige Entwicklung bei den Treibstoffkosten bis zum Jahresende fortsetzen, könnten sich die zusammengerechneten Verluste der Airlines auf deutlich mehr als die bisher vorhergesagten 3 bis 4 Mrd. Dollar (bis 3,1 Mrd. Euro) summieren, erklärte Bisignani.
"Die Menschen reisen wieder", stellte der IATA-Chef fest. Aus allen Regionen würden zweistellige Wachstumsraten gemeldet. Die Branche sei auf dem besten Wege, für dieses Jahr einen Anstieg von 14 Prozent bei den Fluggastzahlen zu erreichen. Durch Sparmaßnahmen hätten viele Fluggesellschaften ihre Geschäftslage verbessert. Einige hätten ihre Produktivität um bis zu 13 Prozent gesteigert. Von Jänner bis September hätten die Fluggesellschaften gleichzeitig ihre Passagier-Kapazitäten um 13,1 Prozent erhöht, hieß es weiter. Daraus ergebe sich ein Sitzladefaktor (Auslastung) von 74,6 Prozent.
Allein im Monat September stieg die Zahl der Fluggäste laut IATA um 10,9 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband nun mit einem Plus von 14 Prozent. Positiv wirke sich aus, dass die Gesellschaften den Kostenteil, der nicht vom Kerosin abhänge, um drei Prozent verringert hätten, erklärte der IATA-Generalsekretär.
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