Alle gegen die ÖBB: Auch die SPÖ findet Frühpensionierungen "schwachsinnig"
- Partei skeptisch zu Plänen der Dienstrechts-Änderung
- Darabos bezweifelt, dass Postenabbau notwendig ist
·ÖBB-Frührenten nur "letztes Mittel"
Sagt Gorbach. Zuvor muss man anderes versuchen
·Grasser über ÖBB- Frührenten empört
Für Finanzminister ist das Vorgehen "inakzeptabel"
·ÖBB-Vorstand will Frühpensionen
"Einzige Möglichkeit, Mitarbeiter freizusetzen"
Die SPÖ fordert die Regierung auf, den "schwachsinnigen Plänen" bezüglich der Frühpensionierungen bei den ÖBB Einhalt zu gebieten. Einer Änderung des Dienstrechts, die diese frühzeitigen Ruhestandsversetzungen beenden würde, steht Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos aber skeptisch gegenüber. Es stelle sich die Frage, ob dies überhaupt möglich wäre, da es sich um Privatverträge handle.
Außerdem sei er nicht der Meinung, dass der nun kolportierte Postenabbau überhaupt nötig sei. In den vergangenen Tagen waren Pläne bekannt geworden, bis zu 3.000 ÖBB-Bedienstete im Alter von 47 bis 49 noch heuer in den Ruhestand zu schicken.
Darabos wies Montagvormittag in einer Pressekonferenz Aufforderungen an die SPÖ zurück, die notwendigen Stimmen für eine Änderung des Dienstrechts aufzubringen. Man solle das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Hier gelte das Motto "Haltet den Dieb".
Denn Darabos ist der Meinung, dass die Schuld an der gegenwärtigen Entwicklung bei der Regierung und den von ihr entsandten Führungskräften zu suchen ist. Der Koalition gehe es einzig darum, die ÖBB zu zerschlagen. Wenn Finanzminister Karl-Heinz Grasser nun gegen die Frühpensionierungs-Aktion kritisiere, liege es ja in der Hand der Regierung, diese zu stoppen.(apa)
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