Österreicher über Regierungspolitik skeptisch: 65 % rechnen mit neuen Steuern
- Umfrage: 77% glauben an Kürzung von Sozialleistungen
- Österreicher skeptisch über Wirtschaftswachstum
·Österreicher sind für EU-Verfassung
Studie: Für 55 % "wichtig". 52 % wollen Abstimmung
Die Steuerreform wird von zwei Drittel der Bevölkerung (genau 69 Prozent) skeptisch beurteilt. Befürchtet wird, dass durch neue Belastungen mehr weggenommen werde, als die Steuerreform bringen soll. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS), die am Montag bei einer Pressekonferenz präsentiert wurde. 65 Prozent rechnen mit neuen Steuern und 77 Prozent sind überzeugt, dass in Zukunft Sozialleistungen gekürzt werden.
Bei der Umfrage wurden 1.270 Personen im August und September 2004 befragt. Auf die Frage "Was glauben Sie, wird die Regierung unternehmen, um den Einnahmenausfall nach einer Steuerreform auszugleichen?" äußerten 77 Prozent die Befürchtung, dass Sozialleistungen gekürzt werden. Mit der Einführung neuer Steuern rechnen 65 Prozent. 43 Prozent der Befragten stellen sich auf eine Erhöhung der Erbschafts- und Grundsteuern ein.
Der Ankündigung der Bundesregierung, wonach eine Steuersenkung ein starkes Wirtschaftswachstum ermögliche, wird laut dieser Umfrage kaum Vertrauen entgegen gebracht. Die Regierungspolitiker rechnen durch das Wachstum mit höheren Steuereinnahmen und somit könnten die Ausfälle durch die vorhergehende Steuersenkung ausgeglichen werden. 43 Prozent zweifeln daran, 41 Prozent glauben das überhaupt nicht. Lediglich 10 Prozent vertrauen in diesem Punkt der Bundesregierung.
(apa)
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