Norwegen sorgt für Entspannung bei der Ölpreis-Entwicklung: Ölarbeiter-Streik aus
- Viermonatige Arbeitsniederlegung trieb Preis hoch
- Ölpreise nach Höchstständen wieder auf dem Rückzug
Nach der von der norwegischen Regierung angeordneten Zwangsvermittlung im Arbeitskampf in der Ölindustrie wollen die Ölarbeiter am Mittwoch wieder an die Arbeit gehen. Der seit vier Monaten andauernde Streik im weltweit drittgrößten Ölexportland wird damit beendet, wie die Gewerkschaft Oljearbeidernes Fellessammenslutning (OFS) am Dienstag in Oslo mitteilte.
Durch den Ausstand der relativ kleinen Gewerkschaft gingen Norwegen rund 55.000 von täglich drei Mio. Barrel verloren. Nach der Ankündigung einer Aussperrung durch den Reederverband für November hatte die norwegische Regierung am Montag eine Zwangsvermittlung angeordnet, um weitere Verluste abzuwenden. Mit dem Öl erwirtschaftet das Land rund ein Fünftel seines Bruttoinlandsprodukts.
Das Ende des Arbeitskampfes führte auch auf den Ölmärkten zu Entspannung. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent gab in den ersten Handelsstunden um 31 Cent auf 50,47 Dollar (39,5 Euro) nach, die New Yorker Referenzsorte Light Sweet Crude verbilligte sich im elektronischen Handel um 19 Cent auf 54,35 Dollar. Am Montag waren die Preise für beide Sorten auf ihren jeweils höchsten Stand geklettert: Nordseeöl kostete bis zu 51,90 Dollar, leichtes Rohöl bis zu 55,67 Dollar.(apa/red)
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