Rapid feiert Heimsieg über Sturm: "Grün-Weiß" übernimmt wieder Tabellenführung
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Rapid hat sich am Sonntag die Tabellenspitze in der T-Mobile-Bundesliga vom Stadtrivalen Austria zurückgeholt. Die Hütteldorfer bezwangen im Hanappi-Stadion Sturm Graz mit 2:0 (0:0) und führen nun mit 34 Punkten vor Austria und Pasching (je 31). Der in der Pause eingewechselte Roman Kienast in der 63. Minute und Gercaliu mit einem Eigentor (66.) sorgten für den verdienten Heimsieg des Rekord-Meisters, der gegen Sturm im Hanappi-Stadion nun schon seit über sechs Jahren ohne Niederlage ist.
Rapid machte auch ohne die Verletzten Ivanschitz, Kincl und Martin Hiden von Beginn weg Druck. Der Abschluss klappte allerdings zunächst nicht, zudem reklamierten die Grün-Weißen zwei Mal vergeblich Elfmeter. Ein Hlinka-Kopfball nach Hofmann-Eckball landete an der Latte (8.), ein Dosek-Schuss wurde von Ertl gerade noch abgeblockt (22.). Bei Schiedsrichter Lehner fanden die Rapidler kein Gehör, als Ertl im Strafraum Dosek rempelte (14.), und als Krammer und Lawaree im Zweikampf mit den Armen den Ball berührten (38.). Lehner, der sein 100. Oberhaus-Spiel leitete, lag wohl zwei Mal richtig.
Nach rund 25 Minuten bekam Sturm das Spiel aber in den Griff, schaffte es, das Tempo aus dem Rapid-Spiel zu nehmen. Gefährlich wurden die Grazer aber nicht. Macho, der diesmal wieder an Stelle von Payer den Vorzug im Rapid-Tor erhalten hatte, musste in der ersten Hälfte kein einziges Mal eingreifen.
Kienast zur Pause für verletzten Burgstaller eingewechselt
In der Pause musste Rapid-Trainer Josef Hickersberger reagieren. Burgstaller blieb mit Verdacht auf Kreuzbandriss in der Kabine, für ihn kam Kienast. Der Youngster sollte sich als Goldgriff erweisen. Nach der ersten echten Sturm-Chance, bei der Filipovic an Macho scheiterte, sorgte Kienast im Gegenzug für die Führung. Ein Hofmann-Schuss wurde abgefälscht, der Ball fiel dem 20-Jährigen vor die Füße, der Torhüter Gratzei aussteigen ließ und zum 1:0 einschoss (63.). Nur drei Minuten später fiel die Entscheidung. Lawaree verlängert per Kopf einen Hofmann-Eckball, der Ball sprang von Verteidiger Gercaliu ins eigene Tor.
Mit dem Erfolg baute Rapid die stolze Heimserie aus. Sechs Siege und zwei Remis stehen aus den ersten acht Saison-Partien im Hanappi-Stadion zu Buche. Auch die Sturm-Serie wurde prolongiert, wenngleich keine erfreuliche. Die Grazer warten nun auch schon wie der SV Mattersburg seit über einem Jahr oder 20 Spielen auf einen Auswärtssieg in der Liga. Der letzte Erfolg passierte am 5. Oktober des Vorjahres (3:0 gegen Kärnten), drei Wochen später nahm die Misere in Hütteldorf mit einem 0:2 seinen Anfang. (apa/red)
