Nach 1:0 gegen Salzburg: Tabellenspitze zählt für Hickersberger im Moment nicht
- Rapid ist für ihren Trainer im Meister-Quartett dabei
- Kartnig: Sturm in zwei Jahren wieder Spitzenmannschaft
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Vastic und Katzer sorgen in Hütteldorf für die Tore
Obwohl Rapid seit sieben Runden nicht mehr verloren hat und erstmals seit 19. September wieder ganz oben in der Tabelle der T-Mobile-Fußball-Bundesliga thront, hält sich der Jubel in Hütteldorf in Grenzen. Vor allem bei Josef Hickersberger. "Die Tabellenführung zählt im Moment nicht. Wir wissen, dass vier Vereine Meister werden können und da zählen wir dazu", meinte der grünweiße Trainer nach dem 1:0 in Salzburg.
In der Festspielstadt war dem Rekordmeister, der durch ein Kopftor von Korsos den siebentplatzierten Hausherren die vierten Niederlage in Serie zufügte, nach Ivanschitz und Kincl mit Dosek (Blessur an der Achillessehne) auch noch ein dritter Stammspieler ausgefallen. "Viel wichtiger ist für uns jetzt einmal, dass alle Spieler wieder gesund werden", nannte Feldherr Hickersberger seine Präferenzen vor dem Heimspiel gegen Sturm.
Kartnig: "Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk"
Sturm kommt am Sonntag mit einem Erfolgserlebnis nach Wien. Die Schwarz-Weißen haben das 120. Derby gegen Meister GAK ebenfalls mit Köpfchen (Silvestre), aber überraschend 1:0 gewonnen. "Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk. Wir brauchen aber noch zwei Jahre, um wieder eine Spitzenmannschaft zu werden", jubilierte das "stürmische" Geburtstagskind, Präsident Hannes Kartnig, zu seinem 53-iger über den ersten Dreier nach zehn sieglosen Spielen.
Petrovic: "Sieg war nur ein kleiner Schritt nach vorne"
Nachdem aus den vergangenen vier Lokal-Duellen nur ein einziges Pünktchen für Sturm herausgeschaut hatte, klappte es für den Außenseiter wie zu Michael Petrovic' Amtsantritt (1. Oktober 2003/2:1) wieder mit einem Erfolg über den Rivalen. "Diesmal hatten wir ein bisschen mehr Glück als in den vergangenen Spielen. Der Sieg war aber nur ein kleiner Schritt nach vorne, wir müssen weiter hart arbeiten", sagte der siegreiche Trainer.
Die GAK-Spieler müssen sich an der eigenen Nase nehmen
Sein Widerpart gab sich als fairer Verlierer. "Der Sieg geht in Ordnung, wir haben eine unsere schlechtesten Partien gespielt. Die UEFA-Cup-Nachwirkungen waren zu spüren, gegen Bregenz ist es noch gut gegangen, doch heute fehlte uns die Spritzigkeit", befand Walter Schachner. Und Verteidiger Pogatetz fügte hinzu: "Sturm hat verdient gewonnen. Jeder unserer Spieler muss sich an der eigenen Nase nehmen."
Schluss-Trio kommt näher
Wie wichtig die drei Punkte für den Vorletzten Sturm waren, zeigten die anderen Ergebnisse der ebenfalls in der Grauzone rangierenden Klubs. SV Mattersburg, der Tabellendrittletzte, hatte bereits am Dienstag daheim Nordea Admira glatt 3:0 geschlagen und das Schlusslicht SW Bregenz setzte sich im mittwöchigen West-Derby daheim gegen Aufsteiger Wacker Tirol dank des Siegestores von Jansen 3:2 durch. Die letzten Drei sind dem siebentplatzierten SV Salzburg somit alle näher gerückt.
Bregenz entschied den "Knackpunkt" für sich
Vier Zähler hat sich Regi van Acker aus den Heimspielen gegen die Innsbrucker und Salzburger (Samstag) zum Ziel gesetzt, zur "Halbzeit" ist der Großteil der Ernte eingefahren. "Dieser Sieg war für den ganzen Verein wichtig. Wir haben immer gesagt, dass die Tirol-Partie der Knackpunkt ist", freute sich der Belgier nach dem ersten Sieg seit 11. September (2:1 gegen Mattersburg). Tirol-Stürmer Sammy Koejoe, der mit seinen Kameraden den dritten Erfolg in Serie hatte landen wollen, meinte: "Es ist ärgerlich, wenn man alles im Griff hat und trotzdem verliert. Wir sind immer nachlässiger geworden."
(apa/red)
