Nach 3:0 über Admira: Am schönsten ist's für die Mattersburger noch immer daheim
- Coach Ertugral lobt Doppeltorschützen Rene Wagner
- Admira hadert mit Ausfällen von Iwan und Bjelica
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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt, werden sich die Fußballer des SV Mattersburg wohl denken. Zu ihrem Leidwesen müssen die Burgenländer aber jede zweite Partie in der Fremde bestreiten, wo es in der Meisterschaft 19 Niederlagen en suite setzte. Dafür stellt der SVM im heimischen Pappelstadion mit schöner Regelmäßigkeit seine Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis, so wieder am Dienstag beim 3:0 über die Admira.
Nach dem ungefährdeten Sieg gegen die harmlosen Südstädter durfte Trainer Muhsin Ertugral endlich wieder durchatmen, vergrößerte doch seine Elf den Vorsprung auf Schlusslicht Bregenz zumindest vorläufig auf acht Punkte. "Zuerst hat man noch die Unsicherheit nach den jüngsten Niederlagen gemerkt, aber je länger das Match gedauert hat, desto sicherer sind wir geworden", jubilierte der Türke, dessen Umstellung von einer Viererkette auf Libero mit zwei Manndeckern die gewünschten Früchte brachte. "Das hat phasenweise sehr gut funktioniert, daher sehe ich keinen Grund, an diesem System in Zukunft etwas zu ändern."
Ertugral über Rene Wagner: "Ich glaube, jetzt ist der Knoten bei ihm geplatzt"
Ertugral hob besonders seinen davor nur ein Mal erfolgreich gewesenen zweifachen Torschützen Rene Wagner hervor, der sich trotz eines tragischen Todesfalls im engsten Familienkreis zu einem Einsatz entschloss. "Für ihn freut es mich ganz besonders. Ich glaube, jetzt ist der Knoten bei ihm geplatzt", sagte der Coach, der nun auf ein Ende der Auswärts-Misere hofft, auch wenn die nächste Reise die Burgenländer ins Grazer Schwarzenegger-Stadion führt, wo am Samstag Titelverteidiger GAK wartet.
Admira hadert mit Ausfällen
Während die Mattersburger Selbstvertrauen tankten, herrschte im Lager der Admira nach der enttäuschenden Darbietung Ratlosigkeit. "Bjelica und Iwan sind Qualitätsspieler, es scheint, als könnten wir ihre Ausfälle nicht verkraften", haderte Trainer Dominik Thalhammer mit dem Verletzungspech.
(apa/red)
