Brisanz in der Formel-1 nach Saisonende: Ab 2008 soll Konkurrenz-Rennserie starten
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Von Australien bis Brasilien: Die Resultate
Die Einführung einer Konkurrenz-Rennserie zur Formel 1 nimmt offenbar immer konkretere Formen an. Die GPWC-Holding, in der sich die wichtigsten Automobil-Hersteller zusammengeschlossen haben, hat bereits eine Beraterfirma damit beauftragt, den Weg zu ebnen. Diese beginnt laut einem GPWC-Statement vom Dienstag "sofort mit den Vorbereitungen und der Schaffung von operativen und gewerblichen Strukturen für eine neue Rennserie, die nicht später als 2008 eingeführt wird."
Die Hersteller sind mit der aktuellen Situation in der Königsklasse des Motorsports, insbesondere mit jener bei den Vermarktungsrechten, die allesamt von der von Formel 1-Boss Bernie Ecclestone gegründeten und von internationalen Banken kontrollierten Holding SLEC gehalten werden, unzufrieden. "Wir haben mit dem derzeitigen Formel 1-Management lange Geduld gehabt, aber aktuelle Entwicklungen haben die Notwendigkeit von neuen Strukturen unterstrichen, um dem Sport eine sichere Zukunft zu gewährleisten", sagte Mercedes-Rennchef Jürgen Hubbert, gleichzeitig Vorsitzender der GPWC, der sich neben Mercedes auch BMW, Ferrari und Renault angeschlossen haben.
Mercedes, BMW, Ferrari und Renault vor Wechsel
Zwar sind die Teams bis Ende 2007 an das bestehende "Concorde Agreement" mit SLEC gebunden, haben aber bereits im April Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung abgebrochen, da man ihren Forderungen auf größere Beteiligung an den Einkünften nicht nachgekommen ist. Unter anderem zog der amerikanische Automobil-Riese Ford sein Engagement mit dem Jaguar-Cosworth-Team, bei dem der Österreicher Christian Klien seine erste Formel 1-Saison absolvierte, zurück, da es keine wirtschaftlichen Erfolgsaussichten gab. Ford legte damit auch seine Anteile an der GPWC-Holding, die sich die "Eliminierung von Schwächen" aus der Formel 1-Organisation zum Ziel gesetzt hat, zurück.(apa)
