Montag, 25. Oktober 2004

Sölden-Überraschung Schönfelder: "Ich spüre, ab jetzt ist sehr, sehr viel möglich"

  • Rainer Schönfelder: "Der Ski ist eine Waffe"
  • Kärntner sieht Bode Miller in Reichweite des ÖSV

Rainer Schönfelder war am Sonntag beim Weltcup-Riesentorlauf in Sölden als Sechster zweitbester Österreicher und damit ÖSV-Überraschungsmann des Tages. Der Kärntner, der bis dato lediglich im Slalom in der absoluten Weltspitze zu finden gewesen war, freute sich im Tirol über den tollen Saisonstart mehr als über so manchen Slalom-Podestplatz: "Ich spüre, ab jetzt ist sehr, sehr viel möglich".

Rainer Schönfelder war am Sonntag beim Weltcup-Riesentorlauf in Sölden als Sechster zweitbester Österreicher und damit ÖSV-Überraschungsmann des Tages. Der Kärntner, der bis dato lediglich im Slalom in der absoluten Weltspitze zu finden gewesen war, freute sich im Tirol über den tollen Saisonstart mehr als über so manchen Slalom-Podestplatz: "Ich spüre, ab jetzt ist sehr, sehr viel möglich".

"Wie ein Sieg", jubelte der regierende Slalom-Weltcupsieger, der im Saison-Vorfeld hart an seiner Riesentorlauf-Formkurve gebastelt hatte und mit dem besten RTL-Ergebnis seiner Karriere belohnt worden war. "Ich habe in Sölden in mehrfacher Hinsicht die Bestätigung dafür erhalten, wie viel in meiner Entwicklung weiter gegangen ist - und das freut mich wahnsinnig", sieht Schönfelder "mental und technisch" seine Ziele erfüllt.

Überragende Laufbestzeit im 2. Durchgang
Mit sensationeller Laufbestzeit im zweiten Durchgang, in dem sich Schönfelder vom 18. auf den sechsten Platz nach vorne katapultierte, nahm der Sieger von fünf Weltcup-Slaloms sogar Triumphator Bode Miller (USA) 0,59 Sekunden ab. Der "Petzenbär", der mit Fischer-Skiern unterwegs ist, beschrieb seinen tollen zweiten Lauf so: "Bevor ich raus gefahren bin, war da der Gedanke: 'Hey, super! Die Strategie passt perfekt, der Ski wird gehen wie Sau.' Ich habe gespürt, wie die Post abgeht, wie ich auf Zug bin, der Ski ist eine Waffe."

Die tolle Leistung von Miller wollte Schönfelder nicht überbewerten: "Ich finde, dass wir heuer näher am Bode dran sind als im vergangenen Jahr. Der Bode ist sehr gut drauf, keine Frage, das hat man gesehen. Aber so, dass er für uns völlig unerreichbar wäre, ist es sicher nicht", behauptet Schönfelder, der sich ab sofort auch wieder dem intensiven Slalom-Training widmet.

(apa/red)

25.10.2004 15:34