Glatter Zwei-Satz-Sieg über Bowina: Mauresmo gewinnt Generali-Ladies in Linz
- Vierter Turniersieg der Saison für die Französin
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Die Weltranglisten-Zweite Amelie Mauresmo hat das Tennis-Generali-Ladies in Linz gewonnen. Die topgesetzte 25-jährige Französin setzte sich im einseitigen Endspiel in 1:01 Stunden mit 6:2,6:0 gegen die als Nummer neun gereihte Russin Jelena Bowina durch und kassierte 93.000 Dollar Preisgeld. Für Mauresmo war es der vierte Saisonsieg nach Berlin, Rom und Montreal und der 14. WTA-Titel. Zwischen Einzel- und Doppelendspiel wurde Barbara Schett verabschiedet, sie wird nach den Australian Open ihre Karriere beenden.
Mauresmo erteilte ihrer Gegnerin, gegen die sie im direkten Duell auf 3:0 stellte, eine Lehrstunde und hatte nur im letzten Game bei eigenem Aufschlag Probleme, das Match zu Ende zu bringen. Erst der vierte Matchball saß, die Russin war nach drei abgewehrten Matchbällen sogar zu ihrer ersten Breakchance gekommen. "Ich habe Jelena gestern gesehen und es mir heute härter vorgestellt. Im letzten Game hat sie dann auch sehr stark gespielt. Es war die richtige Wahl, nach Linz zu kommen, ich wollte hier unbedingt gewinnen", sagte die Olympia-Silbermedaillengewinnerin.
"Match war taktisch perfekt"
Das Match gegen Bowina war von der Taktik her ihr bestes in der ganzen Woche. "Es war taktisch perfekt. Das Körperliche hat heute aber sicher auch eine Rolle gespielt. Wir hatten gestern beide harte Spiele, und ich glaube, Jelena war heute müder als ich", so Mauresmo, die heuer schon fünf Wochen die Nummer eins der Welt war und kommende Woche in Philadelphia ihren Titel verteidigen will.
Zwischen den beiden Endspielen wurde es dunkel in der Halle, die Veranstalter hatten zum Abschied von Schett, die am Donnerstag ihr Karriereende nach den Australien Open bekannt gegeben und ihr letztes Turnier in Österreich gespielt hat, eine kleine Überraschung parat und einige Gäste eingeladen. Basel-Halbfinalist Stefan Koubek war ebenso nach Linz gekommen, wie Anke Huber, Barbara Paulus, Judith Floimair (Wiesner), Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar und die Eltern von Schett. Gemeinsam mit Mauresmo, Bowina und anderen Spielerinnen brachten sie Schett dann ein Ständchen ("That's what friends are for").
"Es ist der richtige Zeitpunkt"
"Ich glaube, die Entscheidung ist richtig. Es ist der richtige Zeitpunkt, um in ein neues Leben einzusteigen", sagte die 28-jährige Tirolerin, die von der Linzer-Turnierdirektorin Sandra Reichel einen Besuch beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2006 geschenkt bekam.
Patricia Wartusch, die wie Huber zu den besten Freundinnen von Schett zählt, ergriff als Erste das Wort: "Wahre Freunde hat man nicht viele im Leben, du bist eine von denen." Und Huber, ehemalige Doppelpartnerin von Schett, die vor drei Jahren ihre Karriere beendete, machte ihrer Freundin die Tennis-Pension schmackhaft: "Ich möchte dir als Freundin danken, du warst immer da für mich. Ich weiß, wie du dich fühlst, einerseits erleichtert, andererseits ist da ein bisschen Angst. Ich kann dir nur sagen, der zweite Lebensabschnitt wird noch besser." (apa)
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