Sonntag, 31. Oktober 2004

Im Halbfinale ist Schluss: Stefan Koubek unterliegt Jiri Novak in nur 50 Minuten

  • Klare Zwei-Satz-Niederlage gegen den Tschechen
  • Basel für Koubek trotzdem das beste Turnier des Jahres

Im Halbfinale des Tennisturniers in Basel wurde der Höhenflug von Stefan Koubek je gestoppt. Der 27-jährige Kärntner unterlag am Samstag-Abend bei seinem letzten Saisonauftritt auf der ATP-Tour dem Tschechen Jiri Novak in nur 50 Minuten 4:6 und 0:6, durfte aber mit seinem Abschneiden in der Schweiz trotzdem sehr zufrieden sein. Immerhin kassierte er mit 48.650 Euro eine der höchsten Prämien seiner Karriere und verbesserte sich in der Weltrangliste auf einen Platz um 60.

In seinem ersten ATP-Semifinale in diesem Jahr hatte der Kärntner zwar wie bei seinem Erfolg über den French Open-Sieger Gaston Gaudio im Achtelfinale einen blendenden Start, doch nach einer 3:0-Führung war der Elan dahin. Der Tscheche, der am Tag zuvor Tim Henman mit 7:6,7:5 ausgeschaltet hatte, kam immer besser ins Spiel und gab ab dem 2:4-Rückstand kein Game mehr ab. Nach 30 Minuten hatte er den ersten Set in der Tasche und schoss dann im zweiten den Österreicher in nur 20 Minuten mit 6:0 vom Platz.

Novak bleibt der Österreicher-Schreck
Der 29-jährige Routinier aus Zlin, die aktuelle Nummer 20 der Welt, gab damit auch im fünften Duell mit dem ÖTV-Daviscupper keinen Satz ab und bestätigte seinen Ruf als Österreicher-Schreck. Novak hat seine jüngsten elf Spiele gegen ÖTV-Gegner gewonnen und zuletzt gegen Thomas Muster 1996 in Mexiko City verloren.

"Der Anfang war überirdisch, denn bis 4:1 hab ich wirklich sensationell gespielt. Aber auf einem Niveau, das man nicht länger als ein paar Games halten kann, das kann man auf Dauer nicht durchspielen. Als ich "irdisch" zu spielen begonnen hab, war's eigentlich vorbei: Rebreak auf 4:2, und dann war ich chancenlos und ratlos", bilanzierte Koubek, dessen Gegner dann auf alle Versuche stets die bessere Antwort gehabt hatte.

"Darauf kann ich aufbauen"
Die jüngsten Leistungen stimmen den Kärntner für 2005 Saison zuversichtlich. "Darauf kann ich aufbauen. Nächste Saison möcht' ich mich wieder vorne reinspielen - und wenn ich halbwegs verletzungsfrei bleib', wird mir das auch gelingen."

Koubek schaffte mit seinen starken Leistungen in der Vorwoche in Madrid (aus der Qualifikation ins Achtelfinale) und nun in Basel einen versöhnlichen Saisonausklang. In der Schweiz kassierte er neben der ansehnlichen Geldprämie auch 110 Punkte für die Entry-List, womit er sich im Ranking von Platz 73 auf einen Rang um 60 verbessern dürfte. (apa/red)

31.10.2004 14:43