Schett im Linz-Achtelfinale ausgeschieden:
Zweisatz-Niederlage gegen Jankovic!
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Tirolerin wird im Jänner ihre Karriere beenden!
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Mit einer doch bitteren 3:6,1:6-Niederlage sowie einer leichten Verletzung am linken Knie ist am Donnerstag die Karriere von Barbara Schett in Österreich zu Ende gegangen. Die 28-jährige Tirolerin, frühere Nummer sieben der Welt, unterlag der Serbin Jelena Jankovic und gab im Anschluss daran ihren Rücktritt bekannt. Schett wird nach Linz nur noch im Fed-Cup-Semifinale gegen Russland sowie danach im Jänner noch drei Turniere inklusive der Australian Open spielen. In Melbourne beendet sie ihre Karriere.
In Linz schaffte sie 1994 mit ihrem ersten Halbfinale auf der WTA-Tour ihren Durchbruch. Zehn Jahre später kündigte Barbara Schett am Donnerstag nach dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen Jelena Jankovic das Ende ihrer Karriere an. Die 28-jährige Tirolerin hat mit dem Generali Ladies ihr letztes Turnier auf der WTA-Tour in Österreich gespielt, sie tritt neben dem Fed-Cup-Halbfinale in Moskau gegen Russland (24./25. November) nur noch bei den Australian Open an, da sie "down under" voraussichtlich im Hauptbewerb vertreten ist.
"Es war mein letztes Turnier hier in Österreich. Ich werde meine Karriere in Australien beenden", meinte Schett unmittelbar nach der glatten 3:6,1:6-Niederlage in der Intersport-Arena in Linz. "In den letzten zwei, drei Jahren ist es nicht so gelaufen wie ich mir eigentlich erhofft habe. Die Motivation ist nicht mehr so da gewesen. Es ist von Jahr zu Jahr weniger geworden. Ich sehe einfach, dass ich es - wenn ich nicht mehr hundertprozentig dabei bin - nicht mehr nach vor schaffe", begründete Schett ihren nicht mehr so überraschenden Schritt in die Tennis-Pension.
Schett begann Karriere schon mit sechs!
Eine Tenniswand zwischen zwei Klubs, dem Innsbrucker TC und der Turnerschaft Innsbruck, war der Ausgangspunkt einer der erfolgreichsten Karrieren im österreichischen Damensport. Im Alter von sechs Jahren hämmerte die kleine Babsi die Bälle Stunden lang gegen diese Mauer. Eine Funktionärin vom Tiroler Tennisverband (TTV), Susanne Graber, entdeckte das Mädchen. "Sie hat mich durch ein Gitter gesehen und zum Vorspielen eingeladen, dann bin ich gleich beim TTV aufgenommen worden", erinnert sich Schett. Das erste Turnier spielte sie mit acht Jahren und holte sich gleich den Tiroler Meistertitel in dieser Altersklasse.
Mit 15 Jahren feierte Schett ihr Debüt auf der WTA-Tour in Kitzbühel (1991) und verlor gegen Nicole Jagerman, auch im Jahr darauf verlor sie noch in Runde eins gegen Barbara Paulus, erst im dritten Anlauf 1993 in der Gamsstadt gab es die ersten Siege für Schett. In Linz 1994 erreichte die Innsbruckerin ihr erstes WTA-Halbfinale, im gleichen Jahr knackte sie im Sog einer Judith Wiesner und Barbara Paulus erstmals die Top 100.
Bilanz: Drei Turniersiege
Trotz ihres großen Potenzials bilanziert sie am Ende ihrer Karriere mit "nur" drei Turniersiegen: 1996 Palermo, 1997 Maria Lankowitz und 2000 Klagenfurt. Auf WTA-Tour-Ebene ist vor allem das Finale des hoch dotierten Turniers in Moskau 1999 hervorzuheben. Bei Major-Turnieren hat sie in ihrem stärksten Jahr 1999, bei den US Open, das Viertelfinale erreicht. Auch bei ihrer einzigen Masters-Teilnahme im gleichen Jahr stand sie in der Runde der letzten Acht. In diesem Jahr erreichte Schett auch die bisher höchste Platzierung einer österreichischen Tennisspielerin, sie rückte bis auf Platz sieben der Weltrangliste vor.
Als bitterste Momente ihrer Karriere fallen ihr zwei Niederlagen bei den French Open ein: Die Zweisatz-Niederlage in der dritten Paris-Runde 1999 gegen Sylvia Plischke und das Aus gegen Arantxa Sanchez-Vicario ein Jahr darauf. Damals stand Schett schon mit mehr als einem Bein im Viertelfinale, als sie mit 6:0,4:1 geführt hatte, der Spanierin aber noch 6:0,4:6,2:6 unterlegen war. Schlimm für sie war auch Linz 2003, als sie sich nach einem Erstrunden-Aus gegen Petra Mandula und schwacher Leistung einige Pfiffe aus dem Publikum hatten anhören müssen.
Über drei Millionen Dollar Preisgeld
Über drei Millionen US-Dollar an Preisgeld und auch einige Millionen an Werbe- und Sponsorverträgen haben die Karriere der Barbara Schett zu einer einträglichen gemacht. Die Innsbruckerin hat mit Sicherheit ausgesorgt. Dennoch wird die Tennis-Szene ihre Tiroler Natürlichkeit und ihren Charme nicht lange missen müssen, denn in irgendeiner Form wird Schett dem Tennis erhalten bleiben.
Nachwuchsarbeit oder TV-Moderatorin?
Zum Beispiel, in dem sie sich um den heimischen Nachwuchs kümmert. "Ich könnte mir vorstellen, dass ich so etwas mache, da ich doch sehr viel weitergeben kann." Und sie glaubt, dass ihre Erfahrungen auch gut angenommen werden würden. "Ich kenne, das von mir. Ich habe mir von niemandem etwas sagen lassen, der nicht selbst gespielt hat." Aber auch als TV-Kommentatorin würde sie gerne arbeiten, wie sie bereits einige Male bei Eurosport gezeigt hat. (apa)
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