Front für Kerry wächst: US-Magazin "New Yorker" ruft zur Wahl des Demokraten auf
- Zeitschrift gibt erstmals in 80 Jahren Wahlempfehlung
- Herausforderer "ist ganz einfach die bessere Wahl"
·Kerry greift Bush in Sachen Religion an
Grundsatzrede zu Glaube und Moral in der Politik
·Spannend: Jetzt ist John Kerry 1 % voran
Demokrat kommt auf 49 %,
Präsident Bush hat nur 48
·Clinton unterstützt Kerry im Wahlkampf
Ex-Präsident als neuer Trumpf für Bush-Gegner
·"Washington Post" empfiehlt Kerry-Wahl
Zeitung: "Bush hat keine zweite Amtszeit verdient"
·BILDER: Bush mit
"Top Gun"-Auftritt!
Filmreifer Wahlkampf des US-Präsidenten in Florida
·Betrug bei US- Wählerregistrierung
Hat Republikaner-Firma Anmeldungen vernichtet?
·Über eine Million
hat schon gewählt
Bisher hohe Beteiligung bei US-Präsidentenwahl
·Tausende Wähler doppelt registriert!
USA: Angst vor dem Wahl-Chaos wird immer größer
·Das Networld-Quiz zu den US-Wahlen!
Testen Sie Ihr Wissen über die US-Präsidenten
Rund eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten hat das US-Magazin "New Yorker" mit seiner Tradition gebrochen und erstmals in seiner 80-jährigen Geschichte zur Wahl eines Kandidaten aufgerufen. In einem langen Leitartikel erklärte die angesehene Zeitschrift am Montag, warum sie den Demokraten John Kerry für den besseren Präsidenten halte.
Kerry biete in allen entscheidenden Bereichen eine klare Alternative zu der "merkwürdigen Mischung aus Selbstgefälligkeit, Radikalismus und Volksverhetzung", für die der amtierende Präsident George W. Bush stehe. "Er ist ganz einfach die bessere Wahl."
An Bushs Regierungszeit ließ das Magazin dagegen kein gutes Haar: "Seine Bilanz ist eine Bilanz des Versagens, der Arroganz und - was sehr auffällig ist für ein Team, das sich einer starken Professionalität rühmt - der Inkompetenz." Der Republikaner lebe "in einer selbstgeschaffenen Blase der Selbstbestätigung, die sich auf den Glauben stützt".
Der Herausgeber des "New Yorker", David Remnick, sagte gegenüber der "Washington Post", er sehe kein Problem darin, dass das Magazin nun mit seiner Tradition breche. Eine Zeitschrift sei "kein Museum", sondern entwickle sich mit der Zeit. Die Sprecherin des Magazins, Perri Dorset, sagte, die Redaktion habe das Gefühl gehabt, zu einer wichtigen Wahl Stellung beziehen zu müssen. In dem Leitartikel hieß es: "Als Beobachter, Reporter und Kommentatoren glauben wir, dass Kerry die höchsten Standards an Ehrgefühl und Leistung erfüllt. Als Bürger hoffen wir auf seinen Sieg." (apa)
