Arafat hat keine Leukämie: Palästinenser-Führer geht es schon wieder viel besser
- Erste Untersuchungen bestätigen: Keine Lebensgefahr
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Yasser Arafat hat keine Leukämie: Wie die Vertreterin der palästinensischen Autonomiebehörde in Frankreich, Leila Chahid, mitteilte, ergaben dies die ersten Untersuchungen des palästinensischen Präsidenten in einem Pariser Militärkrankenhaus. "Es gibt aber ein mögliches Problem mit den Verdauungsfunktionen", sagte Chahid. Der Zustand Arafats habe sich in den vergangenen 24 Stunden stabilisiert. Deswegen seien weitere medizinische Untersuchungen möglich.
"Anomalien" in Arafats Blutbild hätten die Diagnose Blutkrebs ausgeschlossen, sagte Chahid. Arafat habe "einen erhöhten Wert an weißen Blutkörperchen und einen niedrigen Wert an roten Blutkörperchen, was es ermöglicht, die Hypothese der Leukämie auszuschließen."
Sie verlese das Bulletin mit Zustimmung des Krankenhauses sowie Arafats, "um alle Spekulationen über Arafats Gesundheitszustand zu beenden", sagte Chahid. Aus Palästinenserkreisen hieß es, der 75-Jährige sei in der Lage zu gehen und Gespräche zu führen. "Er nimmt einige Telefonate entgegen und isst mäßig", sagte Arafats Berater Nabil Abu Rudeina. Am Montag habe Arafat mit dem jordanischen König Abdullah II. gesprochen. Auch Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak habe angerufen. Vom Krankenbett aus verurteilte Arafat auch den jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlag in Tel Aviv.
Arafat war nach Frankreich ausgeflogen worden, nachdem er zuvor mehrere Schwächeanfälle erlitten und über erhebliche Magenprobleme geklagt hatte. Palästinensische Vertraute des Präsidenten hatten bereits zuvor gesagt, eine lebensbedrohliche Krankheit sei durch erste Tests ausgeschlossen worden. (apa/red)
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