Start der Groß-Offensive: US-Armee feuert Granaten auf Widerstandshochburg Falluja ab
- Bunker beschossen: Grünes Licht für Militäraktion?
- Hartnäckiger Widerstand von Al-Zarqawis Anhängern
US-Soldaten haben Granaten auf die von Aufständischen kontrollierte irakische Stadt Falluja abgefeuert, in der eine Großoffensive der US-Armee erwartet wird. Augenzeugen berichteten, es sei zunächst nicht auszumachen gewesen, gegen welche Ziele die Granaten abgefeuert wurden.
Das US-Militär berichtete, es habe einen Bunker angegriffen, in dem Granaten gelagert worden seien. Nach der Attacke der US-Luftwaffe habe es mehrere Explosionen gegeben. Der Angriff habe zudem einen Tunnel freigelegt. Das US-Militär hatte mitgeteilt, es bereite eine Offensive in den Städten Falluja und Ramadi vor.
Die US-Truppen haben außerdem einen Luftangriff gegen die irakische Rebellenhochburg geflogen und nach eigenen Angaben einen Waffenbunker zerstört. Der Angriff habe eine Reihe von Explosionen ausgelöst, teilten die Streitkräfte mit. In dem Bunker im Südosten der Stadt seien Mörsergranaten gelagert worden, zudem sei ein Tunnel freigelegt worden.
Nach Einschätzung von US-Offizieren halten sich in Falluja bis zu 2000 irakische und ausländische Kämpfer auf. Einige sollen ehemalige Offiziere des gestürzten Machthabers Saddam Hussein sein, bei anderen soll es sich um Anhänger des Moslemextremisten Abu Musab al-Zarqawi handeln. Al-Zarqawi hat sich zu einigen der schwersten Anschläge im Irak und zur Enthauptung ausländischer Geiseln bekannt. Er soll sich selbst in Falluja aufhalten. (apa/red)
